Was man von einer WM-Übertragung lernen kann.
02/07/2015

Schleicherisch durchs Leben

von Guido Tartarotti

Man muss riskieren – und vor allem investieren.

Guido Tartarotti | Was man von einer WM-Übertragung lernen kann.

Manche behaupten, das Fernsehen sei nicht lehrreich. Aber das stimmt nicht. Man muss nur gut aufpassen, was dort so gesagt wird, dann kann man sogar sehr viel lernen:

Man muss zum Beispiel explosiv sein, dennoch von Anfang an Sicherheit hineinlegen, bei den vielen Wellen ist außerdem Lockerheit gefragt. Man muss sauber drauf sein, gut positioniert, laufen lassen und freigeben, und um Gottes Willen niemals querstellen!

Man muss etwas mehr ausholen, aber auch enger sein. Man muss den Turbo zünden, aber auch harmonisch nach vorn schleichen, wenn nicht sogar überhaupt schleicherisch und gewohnt ruhig unterwegs sein. Es ist grundsätzlich eine gute Idee, die technische Klasse auszuspielen, vor allem aber im technischen Teil. Also perfekt aufkanten, keinen Nackler zulassen und nie, nie, nie sollte man rattern!

Man soll, wenn man kann, kompakt und schön geschlossen bleiben, den Radius eng halten, sich nicht zu stark reinlehnen, den Schwerpunkt nicht zu weit innen haben, das Tempo mitnehmen (und nicht etwa da lassen). Man darf nicht zu gerade und nicht zu rund werden. Man darf nicht zu spät an sein, aber auch nicht zu früh Richtung geben.

Man muss aggressiv und frech sein. Und unheimlich locker. Man muss riskieren – und vor allem investieren.

Wenn man sich dann auch noch bei den Verhältnissen wohl fühlt, ist alles drin. Auf der WM-Piste, aber auch sonst im Leben. Bildungsauftrag erfüllt.

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