Zur ORF-Übertragung der Friedenskundgebung in Wien
01/11/2015

Schade drum

von Philipp Wilhelmer

So wichtig die Solidaritätsnote aus Wien war: Sie zum Hauptevent zu stilisieren, schuf eine Zielscheibe der Kritik.

Philipp Wilhelmer | Zur ORF-Übertragung der Friedenskundgebung in Wien

Mehrere Tausend Menschen fanden sich am Sonntagnachmittag am Wiener Ballhausplatz ein, um der Toten der Attentate in Paris zu gedenken. Wer dort war, hatte Gänsehautfeeling.

Wer hingegen vor dem Fernseher saß, war von einem anderen Ereignis gefesselt: Zeitgleich fand in Paris nämlich Historisches statt. Die Spitzen Europas marschierten Arm in Arm in einer Menge von Millionen, die feierlich für die europäischen Werte der Freiheit und Meinungsäußerung demonstrierte. Noch nie hat man derartige Menschenmassen mit den Lenkern des Kontinents auf Augenhöhe erlebt, um gemeinsam dem Terror die Stirn zu bieten.

Nachrichtensender und Öffentlich-Rechtliche von ARD bis SRF waren live dabei. Auf ORF2 schwelgte man hingegen in Bildern vom Ballhausplatz, auf ORFIII lief kommentarlos ein Live-Video aus Paris. So wichtig die Solidaritätsnote aus Wien war: Sie zum Hauptevent zu stilisieren, schuf eine Zielscheibe der Kritik. Wirklich schade drum.

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