über "Broadchurch"
03/11/2014

Qualität in Serie

von Guido Tartarotti

Drehbuch und Inszenierung nehmen sich viel Zeit, gespielt wird erstklassig, das Ergebnis ist wieder einmal eine großartige Serie.

Guido Tartarotti | über "Broadchurch"

Während ATV sich entsprechend der Privatsenderklischees verhält und die unglaublich widerliche Voyeurismus-Bedienung "Das Geschäft mit der Liebe" im Hauptabend zeigt (und die Konsumentenschutz-Reportage "Der große Österreich-Test" erst danach), setzt Puls4 auf Qualität. Die britische Erfolgsserie "Broadchurch" im Montag-Hauptabend ist ein Wagnis, das mit 99.000 Seher bei der ersten Folge nur eine mittelmäßige Quote einbrachte. "Broadchurch" erinnert ein wenig an "The Dome" (nur minus Übersinnlichkeit): Eine scheinbar idyllische Kleinstadt bekommt infolge eines erschreckenden Ereignisses – in diesem Fall den Mord an einem Kind – plötzlich massive Fassadenrisse. Und auf einmal scheint nahezu jeder ein dunkles Geheimnis zu haben. Drehbuch und Inszenierung nehmen sich viel Zeit, gespielt wird erstklassig, das Ergebnis ist wieder einmal eine großartige Serie, auf gleichem Niveau wie "Shameless", "Homeland" oder "Lilyhammer".

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