Über Elizabeth T. Spira und die Arglosigkeit:
07/21/2015

Nippes

von Philipp Wilhelmer

Die Welt ist schließlich heiß genug.

Philipp Wilhelmer | Über Elizabeth T. Spira und die Arglosigkeit:

Müsste man die Abgebrühtheit der Österreicher anhand der Fernsehauftritte in Elizabeth T. Spiras Sendungen bemessen: Wir wären ein noch argloseres Völkchen, als man im Rest der Welt schon bisher vermutet hatte. Wir sammeln Nippes, den einen oder anderen Rausch, essen nicht immer gesund und stellen eigentlich keine allzu unverschämten Ansprüche an unsere Liebsten: Treu sollen sie sein, freundlich und hier und da ein bisschen nachgiebig. Bitte, danke.

Im Gegensatz zum beißenden Humor von Manfred Deix nähert sich Spira ihren rot-weiß-roten Protagonisten mit freundlichem Respekt, wenn auch nicht wirklich auf Augenhöhe: Die listige alte Dame schüttelt die Gesetzmäßigkeiten von Fragestellung, Kameraeinstellung und Schnitt natürlich professionell aus dem Ärmel wie keine zweite. Dennoch vermittelt sie den Zusehern, was wir in ihren Sendungen so gerne sehen: Harmlosigkeit, Empathie und ehrliches Interesse an den allerkleinsten Sorgen. Die Welt ist schließlich heiß genug.

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