über gefährliche Genitive.
06/01/2016

Ischl, Paris, Klagenfurt

von Guido Tartarotti

Die Nichtlizensierung Austria Klagenfurts und der revolutionäre Mops.

Guido Tartarotti | über gefährliche Genitive.

In einem amüsanten „Kulturmontag“-Beitrag über das Ringen der Stadt Bad Ischl mit der Verführung zum k.u.k.-Kitsch fiel der Satz: „Wenn man an Paris denkt, denkt man an das Moulin Rouge oder die Champs Élysées.“

Also, ich denke bei Paris eher an den revolutionären Mops.

Bei der Besichtigung einer Pariser Kirche hörte ich einmal, wie jemand historische Informationen vortrug: „Viele Priester fielen unter den Hieben des revolutionären Mobs.“ Der zweite Fall des Wortes „Mob“ macht es einem fast unmöglich, nicht an einen Hund zu denken. Seitdem stelle ich mir einen besonders bissigen revolutionären Mops vor, vor dem das Paris des Jahres 1789 zitterte.

Der verehrte Kollege Telemax von der Kronen Zeitung schreibt hin und wieder über ein anderes, im Genitiv gefährliches Wort: Schah. Sittsame Menschen verzichten darauf, dem Schah von Persien im zweiten Fall das zu diesem Zweck eigentlich vorgesehene „s“ anzuhängen.

Und daran musste ich denken, als im ORF-„Sport“ gesagt wurde: „Die Nichtlizensierung Austria Klagenfurts.“

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