über einen großartigen Dokumentarfilm.
12/03/2014

Im Namen des Vaters und des Sohnes

von Guido Tartarotti

An den Fragen mehr interessiert als an den Antworten.

Guido Tartarotti | über einen großartigen Dokumentarfilm.

Eine knappe Stunde dauerte der Film – über ein Thema, das sonst eher in Drei-Minuten-Beiträgen abgehandelt wird: Priesterkinder. Allein schon deshalb ist „kreuz und quer“ so unverzichtbar – weil man sich dort Zeit nimmt, die Gedanken atmen zu lassen. Das Zuschauen wird dadurch fast zu einer Wellness-Behandlung für das Gehirn, angesichts der sonst im Journalismus alltäglich gewordenen Kurzatmigkeit.

Es ging um einen charismatischen Priester, der mit seiner Geliebten einen Sohn zeugte, der seinerseits Priester wurde, ebenfalls am Zölibat scheiterte – aber im Unterschied zu seinem Vater zu diesem Scheitern stand und seine Freundin heiratete. Der Film – der wie alle guten Dokumentarfilme an den Fragen mehr interessiert war als an den Antworten – bot ausreichend Platz für Humor und Traurigkeit, für Spruch und Widerspruch, für Statements aller Betroffenen. Er ist sehenswert (TVthek!), auch, wenn man den charismatischen Priester, im Unterschied zum Autor dieser Zeilen, nicht persönlich kannte.

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