Im Bild: Weiße Rosen aus Korfu

Barbara Mader
Foto: Stephan Boroviczeny Barbara Mader

Nana Mouskouri ist einsam. Deshalb geht sie jetzt wieder auf Tour. Wie immer mit Brille.

Schickt Nana Mouskouri Harry Belafonte SMS? Und warum kommen die weißen Rosen in fast jeder der elf Sprachen, in die Nana Mouskouris Schlager übersetzt wurde, aus Athen, nur nicht in der französischen Fassung (da kommen sie nämlich aus Korfu)? Diese und andere interessante Fragen stellte Barbara Stöckl ihrem Gast am Samstag. Was Nana Mouskouri, die seit fünfzig Jahren von weißen Rosen singt, antwortete, war nicht eindeutig. Die vielsprachige Griechin plauderte ein aufgewecktes Kauderwelsch und Frau Stöckl hatte mehrmals die Gelegenheit, ihre Dolmetschfähigkeiten spontan unter Beweis zu stellen. Dabei erfuhr man: Harry Belafonte war einst Duettpartner der heute 77-jährigen Sängerin (wie auch Udo Lindenberg!) und als die Frau mit der Goldkehlchenstimme die 70 über schritten hatte, wünschte ihr der einige Jahre ältere Belafonte ein herzliches "Welcome to the Club."
Abgesehen von Telefonaten mit Belafonte teilt Mouskouri vieles mit anderen in ihrem Alter. Einsamkeit zum Beispiel. Deshalb geht sie jetzt wieder auf Tour. Wie immer mit Brille.
Vor fünfzig Jahren sagte man ihr, mit Brille, schwarzem Haar und vollschlanker Figur könne sie die Karriere vergessen. Es war ihr wurscht. Nana Mouskouri zeigte der Welt, was Stil ist, und was es bedeutet, ihm treu zu bleiben.

(kurier) Erstellt am
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