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05.12.2011

Im Bild: Am Tag danach

Am Tag danach übers Fernsehprogramm diskutieren - das ist wie vor 25 Jahren. Damals sprachen wir über "Knight Rider".

Heute heißt es, das lineare Fernsehen sei am Aussterben. Gemeint ist das Fernsehen, das uns die Programmmacher vorsetzen. Die Leute würden sich zusehends selber aussuchen, was sie wann schauen möchten, und sich das via TVthek oder sonstigen Online-Angeboten besorgen, sagen Medienforscher. Das große allgemeine Fernseherlebnis sei von gestern. Es kann aber auch heute noch vorkommen, dass am Tag nach der "Promi-Millionenshow" im Büro debattiert wird, warum einer, der ansonsten gar nicht deppert wirkt, keine einzige Frage beantworten konnte. Und ein anderer, der öffentlich eher als Clown denn als Intellektueller auftritt, schon zum elften Mal Telefonjoker ist und einfach alles, alles weiß. Es gibt Zielgruppen, von denen man nicht vermuten würde, dass sie sich mit nicht-linearem Fernsehen beschäftigen. Auf die Liste der meistgesehenen Sendungen in der TVthek hat sich nun, zwischen Infosendungen wie "Report" und "Weltjournal", der "Musikantenstadl" geschummelt. Was bestimmt nur am Rande mit Medienberichten zu tun hat, denen zufolge eine Künstlerin bei ihrem "Stadl"-Auftritt auf die Unterhose vergessen hat.