Meinung | Kolumnen | Im Bild
08.03.2014

Eine echte Heldin und viele sogenannte "Stars"

Fernsehen kann so öd sein, und manchmal doch so spannend.

Guido Tartarotti | über "Dancing Stars" und "Universum History"

Fernsehen kann so öd sein, und manchmal doch so spannend: Die "Universum History"-Dokumentation über das Leben der Widerstandskämpferin Nancy Wake war packend, aufregend, faszinierend.

Die Neuseeländerin Wake kam in den Dreißigerjahren als Journalistin nach Europa. In Wien erlebte sie den "Anschluss" Österreichs an Nazi-Deutschland mit und war derart angeekelt, dass sie nach Frankreich ging und sich der Resistance anschloss. Von der Gestapo gejagt, floh sie nach England, wurde zur Agentin ausgebildet und zurück nach Frankreich geschickt, wo sie half, die Invasion vorzubereiten. Die Tragödie ihres Lebens: Sie selbst überlebte auch tollkühne Aktionen, ihr Mann jedoch wurde hingerichtet. 2011 starb sie mit fast 99 Jahren, hoch dekoriert, eine echte Heldin (ausnahmsweise passt dieses blöde Wort).

***

Fernsehen kann so öd sein. Die erste Folge der neuen Staffel von "Dancing Stars" brachte viele bemühte Witze sowie eine neue Frisur von Balazs Ekker. Jene Person, die im Vorfeld der Show die meisten Schlagzeilen bekommen hatte, tanzte dann doch nicht mit: Thomas Schäfer-Elmayers Hund. Für den hörbar schwerst erkälteten Sänger der Liveband: bitte ein Neo Citran ® aufs Haus.