Starfighter

Man kennt ja viele Stars, die auch abseits der Bühne ihre Rolle weiterspielen. Sie sind dann König Lear, Aschenputtel, Dagobert Duck, ...

Karl Hohenlohe | über Christoph Waltz

Mehrfach im Jahr trifft der einfache Seitenblicke-Redakteur Christian Reichhold auf den zweifachen Oscar-Preisträger Christoph Waltz.

Es ist nun schon zur wenig lieb gewonnen Tradition geworden, dass Herr Waltz sich gerne unnahbar, hoffärtig und unerreichbar gibt. Fast könnte er einem leid tun – Herr Waltz, nicht Herr Reichhold.

Jüngst trafen die beiden bei der Schweizer Uhrenmesse, genauer gesagt bei einem Fest von IWC-Schaffhausen, aufeinander. IWC-Schaffhausen bezahlt Herrn Christoph Waltz für seine Werbetätigkeiten. Herr Reichhold formulierte eine ganz normale Frage, die Herr Waltz mit dem Hinweis, "Was soll ich darauf sagen?" und einem Gesicht wie ein eben zum Tode Verurteilter parierte.

Es ist bei Werbeveranstaltungen, zu denen bezahlte Stars eingeflogen werden, ganz normal, dass sie von Gesellschaftsredakteuren kurz befragt werden. Keine intellektuelle Herausforderung, es dauert zehn Minuten und alle sind glücklich. Herr Waltz hingegen scheint das tiefsinnige Gespräch zu suchen und vielleicht sollte man ihn seitens seines Sponsors vorsichtig darauf hinweisen, dass er es bei solchen Anlässen nicht finden wird.

Man kennt ja viele Stars, die auch abseits der Bühne ihre Rolle weiterspielen. Sie sind dann König Lear, Aschenputtel, Dagobert Duck, Ernst Happel oder I. M. Kaiserin Elisabeth.

Herr Christoph Waltz, den wir seit seinem Auftritt in "Am Dam Des" in bester Erinnerung haben, ist einer von ihnen.

Vielleicht sollte er privat weniger Doktor King Schultz und mehr Doktor Albert Schweitzer imitieren.

Erstellt am 29.01.2015