ĂŒber Dina Larot MĂ€nnerzeichnung.

Brust und Keule

von Karl Hohenlohe

06/13/2014, 05:00 AM

Dina Larot hat einen Mann gemalt.

Karl Hohenlohe | ĂŒber Dina Larot MĂ€nnerzeichnung.

Ich möchte jetzt nicht gleich das Wort Sehnsucht strapazieren, aber es geht doch stark in diese Richtung.

Millionen haben es nicht erwartet, Hunderttausende sind erstaunt, Dutzende sind von den Socken, aber jetzt endlich ist die Chinesische Mauer der MĂ€dchenmalerei gefallen:

Dina Larot hat einen Mann gemalt.

Ich kann nicht sagen, wie es dazu gekommen ist, ob alle MĂ€dchen schon einmal gemalt waren und man die Doublette im Auge, das Unfassbare in Angriff nahm.

Dazu kommt die Frage, ob Frau Larot dem alten Muster treu blieb und den Herrn feigenblattfrei fĂŒr die Nachwelt festhielt.

Übrigens, der Gezeichnete ist mir wohlbekannt.

Es handelt sich um den, von mir sehr geschĂ€tzten TV-Regisseur Volker Grohskopf, der schon in den kommenden Tagen von der „Franz-Antel-Gesellschaft“ den „Großen Franz-Antel-Orden“ (PrĂ€sident Prof. Peter Horak) bekommen wird.

Ob die Auszeichnung dafĂŒr verliehen wurde, dass er als erster Mann der MĂ€dchenmalerin Larot Modell stand, also eine Art Tapferkeitsmedaille fĂŒr Tabubruch, ist mir nicht bekannt.

Es muss fĂŒr Frau Larot ein Sprung ins kalte Wasser gewesen sein, ganz so, als hĂ€tte van Gogh die oberen Zehntausend portrĂ€tiert oder Lucian Freud makellose Körper.

Eine ungeheure Spannung liegt also in der Luft und erst nach der EnthĂŒllung wird man wissen, ob und woher beim Schaffungsprozess des Volker-Grohskopf-PortrĂ€ts der Wind wehte.

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