Ges.m.b.H.: Sehfehler

Karl Hohenlohe über eine Glosse von Herrn Kurt Guggenbichler.

Mit großer Freude möchte ich eine Glosse von Herrn Kurt Guggenbichler, dem beliebten Chefredakteur der Zeitung Prost, in Erinnerung rufen.

Gerade erst war Herr Guggenbichler Zeuge einer packenden Podiumsdiskussion, die, wie er schreibt, "hochkarätig" besetzt war: "Gourmetjournalist Herbert Hacker, Gault-Milau-Herausgeber Karl Hohenlohe, Gastronom Toni Mörwald, die futurefoodstudio-Leiterin Hanni Rützler, der Zukunftsinstitut-Geschäftsführer Harry Gatterer, die Genuss-Wirtin 2010 Marianne Gnedt und der Österreichischen Weinmarketing-Geschäftsführer Willi Klinger".

Selbstverständlich nehmen die Verantwortlichen die äußerst sympathische Anregung, den "Gault Millau" hinkünftig "Gault Milau" zu nennen, dankbar zur Kenntnis, darüber hinaus, was hätte das für ein Spaß werden können, kleinere Scharmützel, Pointenfeuerwerke, Zukunftsvisionen, ein verbaler Schlagabtausch -, aber wir konnten Herrn Guggenbichler nicht befriedigen.

"Banalitäten", schreibt er erzürnt, "lapidare Äußerungen ... ahnungslos ... nicht gerade fesselnde Art der Diskussionsleitung ... mehr schlaff als straff ... die versessenen eineinhalb Stunden hätten viele sicher besser nutzen können", etc., etc.

Es gibt da dieses kleine, unbedeutende Detail am Rande: Ich hatte krankheitsbedingt abgesagt. Es war mir immer schon bewusst, dass Diskussionen mit mir sehr, sehr langweilig sein können, dass es aber auch ohne mich so fad einhergeht, ist mir neu.

Zwei mögliche Denkansätze:
Erstens, mein Leibdouble, Wolfgang Waldner, hat sich eingeschlichen und vollkommen versagt. Oder zweitens, der Name des Periodikums - nämlich Prost - ist ganz ausgezeichnet gewählt.

(kurier) Erstellt am
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