Ges.m.b.H.: Peter Weiser

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Foto: KURIER

Karl Hohenlohe über die Brücke zwischen den Weltanschauungen.

Viele Jüngere werden Peter Weiser nicht mehr gekannt haben.

Er war auch Autor, Kulturmanager, Chef des Konzerthauses und ein gebildeter, freundlicher, immer interessierter Mensch.

Nun ist Herr Weiser im 86. Lebensjahr gestorben.

Es wäre etwas übertrieben, wenn ich behauptete, ich hätte ihn gut gekannt, ich habe ihn ein bisschen gekannt, aber das war schon sehr viel.

Er war ein Bürgerlicher und pflegte intensive Freundschaften zum sozialistischen Lager. Nicht nur, um Kontakt zu halten, nicht nur um des sozialen Friedens willen, nicht, weil er an ein Gleichgewicht der Kräfte glaubte, sondern weil ihn der Mensch hinter den Ideologien, das
Individuum hinter dem Apparat interessierte.

Manchmal hat man das Gefühl, dass es mit den Freundschaften innerhalb der gegensätzlichen Blöcke damals noch einfacher war, die Vergangenheit war der Zement der Zukunft.

Ähnlich ging Peter Weiser mit den Generationen um.

Egal, ob man wesentlich jünger war, er verwickelte einen in ein Gespräch, nicht in eine Konversation, war an den Befindlichkeiten und Zielen interessiert und gab nur dann Ratschläge, wenn man es wollte.

Im Winter trug Peter Weiser eine Jacke, die ihm der Mitbegründer der Salzburger Festspiele, Ernst Lothar, einmal geschenkt hatte, in der von ihm geleiteten Energieagentur entwickelte er Konzepte für die Zukunft Österreichs.

Peter Weiser war ein verbindender Mensch, eine Brücke zwischen den Weltanschauungen, ein Wanderer zwischen den Zeiten, und da gibt es nicht mehr viele, von denen man das behaupten kann.

Einladungen, Beschwerden, Hinweise:
office(at)hohenlohe.at

 

(kurier) Erstellt am
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