Ges.m.b.H.: Lautmalereien

Ges.m.b.H.: DÖF © Bild: KURIER

Karl Hohenlohe über die Jagd nach der Ruhe.

Es ist eine längst bekannte Tatsache, dass die stillen Rufer oft effizienter agieren, als die lauten. So muss man den alt gewordenen Bühnen-Legenden mit den klaren, aber nicht mehr ganz so kräftigen Stimmen genauer zuhören, als den jungen Wilden.Am schönsten ist es, wenn man gar nichts hört, womit wir beim diesjährigen Jägerball wären.Eine durchwegs gelungene Veranstaltung, wo eine riesige Phalanx an Nichtjägern einer großer Anzahl von Jägern gegenüberstand.Im Zuge der üppigen Eröffnungsfeierlichkeiten kam auch eine Formation aus dem Burgenland zum Einsatz, nicht irgendeine Formation, sondern die europaweit gefeierte Tamburizzagruppe "Granicari" , Nikitsch-Filez.Ich möchte mich als großer Freund der Tamburizza zu erkennen geben. Jene, die sie spielen, werden sagen, es ist ein vollkommen eigenständiges Instrument. Ich glaube aber immer ein Stück Balalaika, einen Hauch Banjo, ein bisschen Mandoline – und wenn ich ein wenig über den Durst getrunken habe – sogar die spanische Gitarre zu erkennen.Ich stand in zweiter Reihe, konnte die einströmenden jungen Musikanten in den alten Trachten schemenhaft erkennen und schon legten sie los.

Die zarten Tamburizzas aber unterlagen dem festlichen Gemurmel, dem riesigen Saal, die Wiener Hofburg überdeckte Nikitsch, wie das Gardebataillon Herrn Gulda.Nur ganz vereinzelt drang ein leiser Ton an unsere Ohren, es war ein bisschen, als würde man bei Bill Haley im Fernsehen den Ton abdrehen und gerade deswegen ein schöneswie unvergessliches Erlebnis. Einladungen, Beschwerden, Hinweise: office(at)hohenlohe.at

Erstellt am 06.02.2012