Ges.m.b.H.: Haarspaltereien

Karl Hohenlohe über die Wahl zwischen Donald Trump und Prinz William.

Mit großem Interesse darf man die Ausführungen der heimischen Redakteurinnen und Redakteure zur anstehenden Vermählung beobachten. Es fehlt ein wenig an Gelassenheit.
Hier die Hasser, da die Huldiger.

Wobei die Hasser über wesentlich bessere Kontakte zum Königshaus verfügen, Hinweise wie Schnösel William, IQ-Überschaubarkeit, degenerierte Upperclass, Langweiler lassen auf persönliche Erfahrungen schließen, woher sonst sollten die Kolleginnen und Kollegen ihre Einschätzung nehmen.

Insbesondere das Äußere von William wird gerne bekrittelt, kaum eine negative Sicht der Dinge, die auf die Erwähnung seines schütteren Haupthaares verzichtet.
Als Gesellschaftsreporter ist man auf den Triumph der Äußerlichkeiten über die inneren Werte angewiesen, als Kolumnist, politischer Beobachter oder toleranter Zeitgenosse nicht.
Nehmen wir als Gegenbeispiel die alte, neue Konservativenhoffnung der Amerikaner, Herrn Donald Trump. Er ist uns als Milliardär, Veranstalter von Miss-Wahlen und als TV-Moderator in Erinnerung geblieben, von manchem wird ihm Großkotzigkeit vorgeworfen.

Als Gesellschaftsredakteur ist es mir erlaubt, auf seinen Haarwuchs hinzuweisen, der dem Haupte Williams nicht unähnlich ist.

Weiters möchte ich erwähnen, dass Herr Trump das fehlende Stirnhaar durch kühnes Nachvornezurren des Nackenhaares kaschiert, was ihn nicht sympathischer macht, aber diesbezüglich konnte ich noch keine Anwürfe lesen.

Die Wahl zwischen einem vermeintlichen Langweiler mit Glatze und einem Großkotz mit ohne Glatze fällt gar nicht so schwer.

(kurier) Erstellt am
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