Meinung | Kolumnen | GesMBH
22.12.2011

Ges.b.H: Luftverkehr

Karl Hohenlohe erneut über sein skurrilstes Erlebnis 2011 auf der Herrentoilette.

Die Leserin Agnes D. aus F.: "Gestern war bei Ihnen von einem Politiker zu lesen, der, wie man hier gerne sagt, einen fahren ließ. Gibt es Zeugen für diesen Vorfall?"

Ja und nein, doch dazu später.

Ich ersuche die Allgemeinheit, keine Fragen mehr zu stellen, ich bin der Recherche unzähliger Personen, die mich schriftlich, aber auch persönlich anflehen, ihnen den Namen des

Flatulenzlers zu nennen, müde.

Würde ich den Namen nennen, der gute Mann wäre mir sein ganzes Leben gram und dies nur, weil ihm auf der Toilette ein Wind entkam.

Wer diesbezüglich völlig frei von Sünde ist, der soll ein erstes Tofix

werfen, die anderen ersuche ich um Beruhigung.

Es ist schon ein wenig seltsam, welchen Aufruhr mein Tatsachenbericht verursachte, die Menschen sind bei den menschlichsten Dingen sehr sensibel.

Überhaupt hat es ja keinerlei Relevanz, ob der kleine Wind von einem Unbekannten oder einem Prominenten verweht wurde.

Was die Menschen anscheinend echauffiert, ist die Tatsache, dass da ein Politiker am Werk war.

Zum ersten Mal in meinem Leben möchte ich eine Lanze für die Volksvertreter brechen. Die Guten sind schlecht bezahlt, sie arbeiten auch an Sonn- und Feiertagen, werden von allen beschimpft und jetzt dürfen sie auch keine mehr fahren lassen!

Das geht zu weit.

Und um auf die Frage zurückzukommen, ob es Zeugen für diesen Vorfall gab – gesehen hab ich es nicht, aber als Ohrenzeuge würde ich sofort dafür bürgen. Später Eintretende würden als Nasenzeugen in die gleiche Kerbe schlagen.

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