die positiven Aspekte, eine Schlafmütze zu sein
03/20/2017

"Uberschlaf"

von Katharina Zach

Die Nacht ist mehr als eine Zeitspanne, in der Menschen ihren Smartphone-Akku aufladen

Mag. (FH) Katharina Zach | die positiven Aspekte, eine Schlafmütze zu sein

Für alle, die es – naja – vielleicht verschlafen haben: Am Freitag war ein ganz besonderer Tag: Die ganze Welt feierte den Weltschlaftag. Unglücklicherweise nicht im Bett, sondern bei der Arbeit.

Es ist nämlich so, dass der Schlaf ein ganz schlechtes Image hat. Er gilt als vergeudete Zeit. Da ist man dann ganz schnell ein Traummännlein oder eine Schlafmütze statt ein richtig Ausgeschlafener.

Dabei ist die Nacht mehr als eine Zeitspanne, in der die Menschen ihren Smartphone-Akku aufladen. Schlafen macht schlank, verbessert die Gedächtnisleistung und hält gesund. Sogar Fadenwürmer brauchen ihn, den Schlaf. Eigentlich super, wo doch Schlummern so einfach und kostenlos ist. Trotzdem leiden immer mehr Menschen an Schlafstörungen, wie wir nun am Weltschlaftag erfahren haben. Blöd für uns, gut für die Wirtschaft. Denn Schäfchenzählen ist out (und bringt laut aktuellen Studien auch nix). Der (Nicht-)Schläfer von heute nutzt eine App, die seinen Schlaf überwacht. Da kann man dann vielleicht nicht besser einschlafen, aber weiß, dass man Probleme hat.

Oder man verzichtet gleich ganz aufs tiefe Schlummern. Der perfekte "Uberman" zum Beispiel begnügt sich mit sechs Nickerchen à 20 Minuten. Ich hoffe, ich begegne einem solchen nie in seinem SUV auf der Autobahn. Noch muss sich der "Uberman" übrigens für sein Nickerchen hinlegen. Da gibt es aus meiner Sicht noch viel Luft nach oben. Wozu könnte man U-Bahn-Fahrten oder Schlange-Stehen im Supermarkt besser nutzen?

Orientieren könnte sich der "Uberman" dafür an den Elefanten. Die brauchen auch nur zwei Stunden Schlaf pro Tag. Aber nicht jeden Tag. Und hinlegen müssen sie sich überhaupt nur alle 72 Stunden. Das ultimative Vorbild wäre jedoch eigentlich der Ochsenfrosch, denn der schläft angeblich nie.

Ebenfalls clever machen es die Delfine. Die schalten zum Schlafen einfach eine Gehirnhälfte ab. Wobei, wenn das möglich wäre, dann müssten manche Mitmenschen ja sehr ausgeschlafen sein.

eMail: katharina.zach@kurier.at

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