In sieben Jahren

Manche, die sich um Katar 2022 Sorgen machen, werden in sieben Jahren keinen Freigang vom Altersheim mehr bekommen.

Wolfgang Winheim | über die Fußball-WM in Katar

WM-Finale 2022 kurz vor Weihnachten? Amüsant, dass die Frage jetzt schon so bewegt, obwohl es vier Jahre davor noch die WM in Russland zu bewältigen gilt und manche, die sich um Katar 2022 solche Sorgen machen, in sieben Jahren keinen Freigang vom Altersheim mehr bekommen werden.

Oder wird sich bis 2022 im Sport gar nicht so viel ändern?

Wird der dann 86-jährige Joseph Blatter immer noch als FIFA-Präsident die Fäden ziehen?

Wird dann der FC Bayern unterm vom Häftling zum Ehrenpräsidenten aufgestiegenen Uli Hoeneß immer noch dominieren?

Wird der dann 80-jährige Ski-Chef Peter Schröcksnadel, der sich über eine Kicker-Advent-WM aus TV-Konkurrenzgründen so aufpudelt, in seinem 32. Amtsjahr immer noch stolz auf seine Skifahrer sein?

Wird zur Genugtuung der Neidgenossenschaft dann immer noch kein Champions-League-Pokal bei Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in der Vitrine stehen?

Werden dann immer noch als Fußballfans verkleidete Anarchisten die friedliche Mehrheit auf den Tribünen terrorisieren?

Werden die Klubs dann immer noch bloß Ausreden statt Mittel gegen Randale gefunden haben?

Zumindest dieser Vorwurf bleibt RB Salzburg jetzt schon erspart. Beim Salzburger Europa-League-Ausscheiden ging’s (wie so oft in Wals) völlig friedlich zu, während in Rotterdam und Kiew niederländische und französische Volltrottel Hochsaison hatten.

Erstellt am 28.02.2015