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13.04.2012

Anstoß: Macht-Verhältnisse

Franco Foda war irgendwie ein Thomas Gottschalk des steirischen Fußballs.

Franco Foda war irgendwie ein Thomas Gottschalk des steirischen Fußballs. Wer von Wetten, dass ..? sprach, redete einst nur von Thomas Gottschalk. Franco Foda war Sturm Graz. Der Deutsche war ein Meister auf der Trainerbank und am Verhandlungstisch, Personalfragen klärte er nicht nur auf dem Rasen.

Unter dem Präsidenten Hans Rinner konnte er schalten und walten, wie er wollte, weil der heutige Bundesliga-Präsident sein Verehrer  war.

Unter dem Präsidenten Gerald Stockenhuber konnte er schalten und walten wie er wollte, weil der im Jänner abgelöste Ex-Boss wenig entscheidungsfreudig und fußballkundig war und auf Fodas  Kompetenzen vertraute.  

Unter dem Präsidenten Christian Jauk war schon bald klar, dass die Zusammenarbeit nicht lange halten würde. Der  Bankmanager zieht gerne selber die Fäden im Verein, ist konsequent und duldet keine zweite starke Macht. 

Jetzt kam Gludovatz. Der 65-Jährige musste im Namen des neuen Präsidenten Foda den Abschied mitteilen.  Wird auch er ein Gefangener der neuen Machtverhältnisse? Möglich wär es. Wetten, dass ..?

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