Anstoß: Ladys first

Wolfgang Winheim
Foto: KURIER/Stephan Boroviczeny

Das Frankfurter Damen-WM-Finale übertraf allein vom Unterhaltungswert fast alle Männer-Endspiele der letzten Jahrzehnte.

Argentinien samt Lionel Messi beim Südamerika-Championat auf argentinischem Boden gescheitert. Die Deutschen bei der Damen-WM als Topfavorit ab dem Semifinale nur noch Gastgeber. Abgesehen vom Heimnachteil gab es weitere Parallelen (hohe Laufbereitschaft, hohe TV-Quoten) im Vergleich der Geschlechter.

Und auch wieder nicht. Denn die Frauen haben, was angeblich im Alltag nicht immer der Fall sein soll, viel weniger gemeckert als die (über Fehlentscheidungen) stets aufgebrachten Herrn Stars.

Auch auf die Gefahr hin, von Machos für ahnungslos bis grenzdebil gehalten zu werden, wird hiermit behauptet: Das Frankfurter Damen-WM-Finale übertraf allein vom Unterhaltungswert fast alle Männer-Endspiele der letzten Jahrzehnte. 15 Millionen Deutsche sahen das ähnlich - nämlich 120 Minuten bei einem Frauen-Kick ohne deutsche Beteiligung bis knapp vor Mitternacht zu.

In Relation war das so, als würde ein Damen-Rennen am Kitzbüheler Hahnenkamm in kollektiver Abwesenheit von Lizz Görgl, Marlies Schild und Co. dem ORF 2,5 Millionen Zuschauer bescheren.

(kurier) Erstellt am
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