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22.04.2012

Anstoß: Endstation Mittelmaß

Der Niedergang der Wiener Austria.

Man stelle sich vor, Kapfenberg hätte den zweiten Elfer nicht bekommen. Man stelle sich vor, Austria hätte tatsächlich 0:0 gespielt. Die Wiener hätten einen Punkt gewonnen, aber den Sinn für die Realität gänzlich verloren. Traurige Realität ist, dass man beim Letzten zu keiner einzigen Torchance gekommen ist.Vor ziemlich genau einem Jahr unterlag die Austria im Cup zu Hause den braven Zweitklasslern aus Lustenau 0:4. Ebenso inferior. Nur, die Austria spielte damals nach vorne. Der Schuss, nur die Defensive zu stärken, geht nach hinten los. Denn jede Verteidigung macht irgendwann Fehler, wenn von vorne keine Entlastung kommt. Die Realität zeigt gewiss, dass Junuzovic und Barazite an allen Offensivecken und -enden fehlen. Nur, hat die Austria keine Mittel, um diese Spieler halbwegs zu ersetzen? Dass sich ein Trainervertrag mit dem (über den Cup leicht erreichbaren) Saisonziel "Internationaler Startplatz" automatisch verlängert, ist für einen 23-fachen Meister ein weiterer Schritt ins Mittelmaß. Das ist die Realität.