Anstoß: Die Gerechtigkeit wird siegen

Wolfgang Winheim<br />
Foto: Stephan Boroviczeny

Ob Hirscher, Feuz oder Kostelic: Ein Gesamtweltcupgewinner wird niemals ein Zufallssieger sein.

Noch vor ein paar Monaten hatten Sportexperten beides für unmöglich gehalten:
Die Salzburger Fußball-Millionäre blamieren sich, umstritten gecoacht von einem Holländer, im eigenen Stadion gegen Mattersburg. Ein Salzburger Skifahrer greift, konsequent erzogen von seiner holländischen Mama, nach der großen Kristallkugel.

Marcel Hirscher, 23, kann als bisher jüngster Österreicher den Gesamtweltcup gewinnen. Kann.

Noch liegt der ebenfalls noch junge, ebenfalls sehr schlagfertige Schweizer Beat Feuz voran.

Daher sei schon jetzt ohne ÖSV-Brille und patriotischen Tunnelblick festgestellt:
Der Sieg im Gesamtweltcup ist, wer auch immer dafür am 18. März in Schladming die Trophäe erhält, vielleicht nicht die medienwirksamste, aber größte Leistung im Freiluftsport Ski. Sportlich höherwertig als so manche Weltmeisterschafts- oder Olympia-Medaille, die in einem Einzelrennen, beeinflusst von Wind, Schneefall oder niedrigerer Startnummer, alle zwei Winter wieder erobert wird.

Ein Gesamtweltcupgewinner wird niemals ein Zufallssieger sein.

(kurier / Wolfgang Winheim ) Erstellt am
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