Anstoß: 13

Harald Ottawa © Bild: sigwarth

Harald Ottawa über Erwartungen, Umbrüche und ein ausgebliebenes Osterwunder.

Von Sternstunden des österreichischen Tennis wurde gesprochen, vom Aufbruch und von einem Neuanfang. Da kam mit Clemens Trimmel ein neuer Daviscup-Kapitän, mit dem der erste Aufstieg in ein Viertelfinale seit 1995 geschafft wurde, da kam mit Ronald Leitgeb ein neuer Präsident, der alles verändern will, und zur Belohnung Spanien.

Das Wort Osterwunder nimmt seit dem Karfreitag keiner mehr in den Mund. Zu schmerzhaft waren die Watschen, die Österreichs Asse abbekommen haben. 13 Games klingt viel besser als es eigentlich ist.

Aber jetzt von einer Krise zu sprechen wäre genauso dumm wie von einer neuen Tennis-Blütezeit. Denn diese könnte erst kommen, wenn die vom neuen Präsidenten groß angekündigten Runderneuerungen tatsächlich in die Tat umgesetzt werden. Durch Pressekonferenzen, die im TV live übertragen werden, oder durch Politiker-Empfänge bei Tennisveranstaltungen sind nämlich noch keine Topspieler entstanden.

Also auf dem Boden bleiben.

Die Zahl 13 ist allerdings ein Warnschuss.

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Erstellt am 06.04.2012