über Peter Stöger
06/12/2013

Verlierer im Pokerspiel

von Bernhard Hanisch

Er hat sich unfreiwillig im endlos scheinenden Poker von der Austria entfernt.

Bernhard Hanisch | über Peter Stöger

Peter Stöger wechselt nach Köln. Kaum schien der Käse gegessen, zog sich der Transfer wie ein lange gekauter, geschmacklos gewordener Kaugummi. Geklärt ist, dass während der letzten Tage in der Causa keine Gewinner geschaffen wurden.

Peter Stöger kommt jedenfalls zum Handkuss. Er hat sich unfreiwillig im endlos scheinenden Poker von der Austria entfernt. Weil es ins Bewusstsein der Fans eingedrungen ist, ihr Meistermacher hege unter allen Umständen den Wunsch einer beruflichen Veränderung. Für viele Anhänger bleibt die Formel: hin zu Köln, weg von ihrer Austria. Dabei ist Stögers berufsbedingter Gedanke, in Deutschland Fuß fassen zu wollen, legitim. Fans sind in solchen Dingen hart, aber ungerecht.

Die Austria musste wissen, dass sie künftig beim leisesten Anflug von Erfolglosigkeit mit einem Trainer Stöger den Vorwurf zu hören bekommt, man hätte Köln nachgeben sollen. Ganz abgesehen davon: Was an Ablöse gefordert wurde, wird nicht zu kriegen sein.

Und was wird sich das Kölner Publikum von einem Trainer denken, dem wiederum von seiner Klubführung so hartnäckig hinterhergehechelt wurde? So etwas steigerte täglich die Erwartungshaltung. Stöger muss langsam zum Wunderwuzzi werden, wird keine Schonfrist bekommen in der Kölner Medienlandschaft, die ohnehin kein Streichelzoo ist.

Stögers Transfer zu Köln? Das letzte Kapitel ist in jedem Fall längst noch nicht geschrieben.

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