Meinung | Bodyblog
13.01.2018

Training mit einer Maske für Atemnot

Wie eine Maske dabei helfen soll, die Funktion der Lungenmuskulatur zu verbessern.

Statt die Atmung zu erleichtern, wird sie mit der Maske erschwert.

Mag. Laila Daneshmandi | über Phantom Mask

Beim Anblick dieser Maske kommen so viele Assoziationen hoch, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll: Darth Vader, Bösewicht Bane von Batman, Schnorchel-, Schnarch- und Atemmasken und natürlich das Vermummungsverbot. Mit all dem hat die Phantom Training Mask (phantom-trainingmask.com, 100€) aber nichts zu tun – ganz im Gegenteil: Statt die Atmung zu erleichtern, wird sie mit der Maske erschwert. Ziel ist, die Atemmuskulatur zu trainieren.

Schon als ich die Schachtel öffne, verschlägt es mir den Atem – wegen des intensiven Plastik-Geruchs. Dem Hersteller zufolge besteht die Maske aus medizinischem Silikon, Nylon und dem Phantom Regulation System, mit dem man vierstufig einstellen kann, wie viel Luft durchkommt. Nach ein paar Tagen Auslüften trau ich mich drüber und versuche einen kleinen Winterlauf – zunächst auf der leichtesten Stufe, also quasi ohne Widerstand. Durch die Auswahl aus drei Größen und das weiche Silikon liegt die Maske angenehm an und drückt nicht, im Prinzip merke ich kaum einen Unterschied zur freien Atmung – außer, dass ich beim Schnaufen wie Darth Vader klinge.

Bei Stufe 4 macht sich der Widerstand deutlich bemerkbar: Durch die beschränkte Luftzufuhr saugt sich die Maske fester an mein Gesicht und mir geht im wahrsten Sinne die Luft aus (funktioniert im Männer-Test auch mit Dreitagebart). Bei dieser Einstellung können höchstens versierte Profis noch sporteln, ohne umzufallen.

Letzteres wäre übrigens fast so manchem Passanten passiert, der mir auf meinem Naturlauf begegnet ist – allerdings vor Schreck. In Zeiten wie diesen muss ich wahrscheinlich froh sein, keine Strafe für die Vermummung bekommen zu haben. Für Outdoor-Aktivitäten in belebten Gegenden ist die Maske wohl eher nicht geeignet. Dafür kann man sie auch im Fasching vielfältig nutzen.

Fazit:

Für Athleten, die Atemmuskeln stärken und ihre Ausdauer verbessern wollen. Im Gegensatz zum Höhentraining wird nicht der Sauerstoffanteil verringert, sondern die Atmung erschwert. Studien zum Effekt gibt es keine.

Fun:

Schweiß: