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über Acro Yoga
12/06/2013

Acro Yoga

Vereint. Wie ich lernen musste, anderen zu vertrauen, um ein bisschen „fliegen“ zu können.

von Laila Daneshmandi

Man stelle sich vor, Patrick Swayze hätte „Baby“ in Dirty Dancing mit den Füßen hochgehoben.

Mag. Laila Daneshmandi | über Acro Yoga

Man stelle sich vor, Patrick Swayze hätte „Baby“ in Dirty Dancing mit den Füßen hochgehoben. So ungefähr habe ich mich bei Acro Yoga gefühlt. Nur ohne Anlauf. Und ohne tanzen. Aber mit viel Kitzeln.

Die Stunde begann mit einem Sitzkreis. Nach einem Mantra (spirituelle Gesänge) zur Einstimmung starteten wir mit Dehn- und Auflockerungsübungen. Dazu gehörte etwa auch, die Füße der Nachbarn zu kitzeln. Oder sich im Kreis zu umarmen und hin und her zu schwingen. Dass ich bei diesem ungewöhnlichen Training öfter kichern musste, schien normal – es wurde gelacht und geblödelt. Im Kreis stehend, stellten wir uns auf ein Bein und machten einen „Baum“. Dann stützten wir uns mit den Händen an den Händen unserer Nachbarn ab, um hin- und herzuschwingen. „Was sind viele Bäume, die zusammenstehen? – Ein Wald“, beantwortete Boris seine Frage selbst. Er hat Acro Yoga, eine Mischung aus Yoga, Nuad (Körpertherapie) und Akrobatik, gemeinsam mit seiner Kollegin Veni in Österreich etabliert.

Schließlich ging es ans „Fliegen“ – Akrobatik pur. Wie das funktioniert? Einer macht die Basis (also Boris), der zweite ist der Flieger (das bin ich) und Veni den „Spotter“, der darauf achtet, dass Boris und Partner richtig in Position sind. Dabei geht darum, dass Gleichgewicht zu halten, um nicht mit dem Kopf nach vorne auf Boris zu knallen. Da ist Konzentration gefragt und vor allem Vertrauen (bitte lass mich nicht fallen!). Boris lag also vor mir auf dem Boden, hob seine Füße an, ich lehnte mich mit den Hüften dagegen. Nur kurz stützte er mich mit den Händen, aber dann ... flog ich!

Geeignet für Yogis, die einen Hang zu akrobatischen Kunststücken haben und Akrobaten mit einem Faible für Yoga.

Fun Factor Berührungsängste darf man keine haben, dann macht die Stunde auch Spaß.

Effekt Gemeinschaftsgefühl und Vertrauen in andere Menschen werden gestärkt, aber auch Körperspannung und -bewusstsein.

Infos zu Kursen (16 € pro Einheit) und Workshops gibt es unter www.acroyoga.at

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