Meinung | Bodyblog
03.03.2018

Evalu: Die nächste Generation der Fitnesstracker

Eine Sohle, die zeigt, wie gleichmäßig ich meine Füße belaste.

Eine Zeitlang hatte sie fast jeder – diese hippen Fitness-Armbänder, die einem ein schlechtes Gewissen machen, wenn man nur 7000 statt der empfohlenen 10.000 Schritte am Tag gegangen ist. Ihre Genauigkeit lässt allerdings meist zu wünschen übrig – manche zählen die Schritte abhängig davon, wie viel (oder wie wenig) der Arm bewegt wird, andere arbeiten mit GPS und rechnen die durchschnittliche Schrittzahl für die zurückgelegte Strecke aus.

Wer es ganz genau wissen will, kann jetzt einen Schritt weiter gehen: Das junge Münchner Startup Evalu hat Einlegesohlen entwickelt, die haargenau die richtige Zahl der Schritte messen – sie erkennen aber auch, wie gleichmäßig die Belastung auf den Füßen ist. Ich sehe also, ob ich Fersen-, Mittelfuß oder Vorderfußläufer bin und ob ich das Gewicht beim Joggen gleichmäßig auf beide Füße verteile (299 €, evalu.com, ab sofort 10 Tage lang 15% Rabatt mit Kennwort "Kurier").

Ich kann die Hightech-Sohlen unter die Innensohle meiner Laufschuhe einlegen oder sie stattdessen verwenden – seitlich führt eine Verbindung zu einem kleinen Bluetooth-Gerät, das einfach an den Schuhbändern festgebunden wird. Über die Evalu-App verbinde ich mich blitzschnell mit meinen Fußsohlen: wie bei einem Seismografen sehe ich ab sofort genau, wie ich meine Füße belaste.

Im Rahmen eines Einstufungslaufs trabe ich zuerst locker eine ebene Strecke, wechsle unter Anleitung des App-Coachs ins Normaltempo und muss noch einen kleinen Sprint hinlegen damit sich das Programm auf mich einstellt. Bei regelmäßigen Berichten bekomme ich im Gegensatz zu anderen Lauf-Apps neben Geschwindigkeitsdaten auch Infos zu Bodenkontaktzeit, Fußaufsatz und Dämpfung meines linken und rechten Fußes. Fitness-Armbänder sind damit ein Auslaufmodell, das technisch gerade im Sprint überholt wird.

Fazit:

Für technikaffine Läufer und alle, die ihre sportlichen Leistungen und Schwächen genau im Auge behalten wollen. Eines von vielen sogenannten Wearables (tragbare Computer), die den umkämpften Fitnessmarkt erobern wollen – der Zenit ist noch lange nicht erreicht.

Effekt: