Meinung | Bodyblog
20.05.2017

Donauradler: EinTretboot zum Mitnehmen

Wie ich mit einer Kreuzung aus Fahrrad und Katamaran über die Donau geradelt bin.

Für Tretbootfahrer, die neue Herausforderungen suchen.

Mag. Laila Daneshmandi | über den Donauradler

Seit vor 200 Jahren das erste Fahrrad entwickelt wurde, gab es unzählige kuriose Ausführungen, ausgefallene Designs und ein Rekord jagte den anderen. Das höchste Fahrrad misst etwa eine Höhe von acht Metern, das leichteste wiegt 2,7 Kilogramm (das schwerste 750 kg) und der Geschwindigkeitsrekord liegt bei 268,3 km/h.

Es gab etliche Versuche, ein Fahrrad zu entwickeln, mit dem man über das Wasser radeln kann. Doch erst das Schiller-Bike des kalifornischen Designers Judah Schiller weckt die Hoffnung, sich durchzusetzen. Es ist knapp 40 kg schwer und passt in fast jeden Kofferraum. Statt der Räder gibt es eine Katamaran-artige Konstruktion und einen Propeller, der durch das Treten angetrieben wird. In Österreich wird das Bike über donauradler.at vertrieben (ab 5946 €) und bei so manchem Bootsverleiher als Alternative zum Tretboot vermietet.

Aufgebaut ist es in wenigen Minuten: Eine Pumpe bläst die sogenannten Pontons wie eine Luftmatratze auf, dann werden sie mit Verbindungselementen und dem Fahrrad zusammengesteckt (ohne Werkzeug!) und zum Schluss kommt der Propeller dran. Letzterer kann übrigens als Diebstahlschutz bei Landgängen mitgenommen werden.

Bei meiner Testfahrt auf der Alten Donau war mir in erster Linie die Kippsicherheit ein Anliegen – doch das Bike ist weder in scharfen Kurven in eine Schräglage gekommen, noch beim Auf- und Absteigen, als ich nur auf einem Ponton stand. Wer nicht nass werden will, muss also nicht fürchten umzukippen – und kann theoretisch Gepäck und Proviant sicher transportieren. Speedjunkies müssen sich jedoch mit einer Maximalgeschwindigkeit von sechs Knoten (ca. 11 km/h) abfinden – auf dem Wasser gibt es auch keine Gangschaltung. Dafür tüfteln die Entwickler schon am nächsten Fortschritt: das Wasserfahrrad mit Elektro-Antrieb.

Fazit:

Für Tretbootfahrer, die neue Herausforderungen suchen und Radfahrer, die sich nicht von Ländergrenzen einschränken lassen wollen. Mit einer Umsetzung von 1 zu 0,75 ist der Trainingsfaktor gesichert.

Fun:

Schweiß: