Meinung | Bodyblog
04.11.2017

Training mit einem Ninja Warrior

Wie Athleten sich auf die Challenge vorbereiten und was der Kopf damit zu tun hat.

Gerade die, denen man am meisten zutraut, scheiden oft am frühesten aus.

Mag. Laila Daneshmandi | über Ninja Warriors.

Die TV-Show kommt daher wie moderne Gladiatorenspiele: Athleten und Fitnessfreaks aus aller Welt messen sich auf einem Hindernis-Parcours – sie springen über instabile Podeste, schwingen sich über Wasser von Seil zu Seil und müssen zum Schluss eine vier Meter hohe Wand hochlaufen. Wer weiterkommen will, muss den Parkour auf den ersten Satz schaffen. Nach den USA, Großbritannien und Deutschland wird seit zwei Wochen auch in Österreich der Ninja Warrior gesucht (dienstags um 20.15 Uhr auf Puls4).

Auf dem Parcours treten aber nicht nur die Teilnehmer gegeneinander an, sondern vor allem ihre Disziplinen: Der Crossfitter gegen den Wrestler, die Poletänzerin gegen die Leichtathletin. Und gerade die, denen man am meisten zutraut, scheiden oft am frühesten aus.

Da möchte man meinen, ein Allrounder hätte es leichter. Wie etwa Svetozar Popovic, alias "Lolo" – von Capoeira über Yoga, von Animal Athletics bis zum Klettern gibt es kaum etwas, was er nicht in seinem Repertoire hat. Nachdem sich die Hindernisse von Sendung zu Sendung ändern, zeigt er mir, wie er sich vorbereitet hat:

Wir springen von Podest zu Podest – mal ist es ein einfaches Brett, dann eine dünne Eisenstange, auf der ich landen und weiterhüpfen muss. "Wenn das alles ist, bin ich auch Ninja!", denk ich mir noch. Beim Wettkampf liegen die Podeste allerdings höher – allein das verursacht oft so eine Schere im Kopf, dass die Kämpfer daneben steigen und ausscheiden.

Viel Kopfarbeit ist auch beim Erklimmen der Wand gefragt – ich schaffe es bei unserem Übungsparcours gerade einmal zur Hälfte.

Beim "Fingerschinder" muss ich komplett aufgeben – während Lolo sich scheinbar spielend nur mit der Kraft der Finger hochzieht (siehe Bild oben). Für den Ninja-Parcours hat es trotzdem nicht gereicht – es gehört eben auch ein kleines Stück Glück dazu. Gladiatoren sind die Teilnehmer aber alle.

Fazit:

Für Bewegungskünstler und alle, die ihr sportliches Geschick gerne mit anderen messen. Im Vergleich zeigen sich die Stärken der Sport-Disziplinen, aus denen die Teilnehmer kommen – aber auch ihre Schwächen.

Fun:

Schweiß: