Meinung | Bodyblog
23.12.2017

Marathon durch die Feiertage

Alle Jahre wieder... ist in den Festtagen Völlern statt Fitness angesagt – doch auch beim Feiern purzeln Kalorien.

Bei der vielen Action darf das Festmahl ruhig üppiger sein.

Mag. Laila Daneshmandi | über den Feiertagsmarathon.

Man muss schon ein Fitness-Freak sein, um in den Feiertagen ans Sporteln zu denken. Ins Schwitzen bringt mich da höchstens der Marathon von einem Weihnachtsessen zum nächsten. Nachdem weder Braten und Knödel, noch Fondue oder Raclette für ihre Light-Qualitäten berühmt sind, setze ich bei diesem Sprint vor allem auf Stretch-Outfits.

Allerdings werden auch beim Feiern Kalorien verbrannt – im Laufe eines Weihnachtsabends kommt da einiges zusammen: Schon das Schleppen des Baumes ist mit einem kleinen Krafttraining vergleichbar und verbrennt je nach Größe und Strecke rund 80 Kalorien. Rotations- und Stepübungen sind beim Schmücken gefragt: Bücken, Strecken, in die Knie gehen – bis zu 100 Kalorien gehen beim Aufputzen drauf. Bevor das Festmahl auf die Hüften schlagen kann, muss es gekocht werden: Das Stehen, Rühren, Kneten und Hacken erfordert Energie, im Schnitt 300 Kalorien für zwei Stunden.

Kein Weihnachtsabend ohne Singen: Eine halbe Stunde verbraucht rund 100 Kalorien – wer dazu ein Instrument spielt, verbrennt weitere 160. Bei der vielen Action darf das Festmahl dann ruhig üppiger sein, immerhin hat man ja schon viel dafür getan. Außerdem verbrauchen wir auch beim Essen Energie, rund 90 Kalorien schmelzen dahin, während wir rund 2000 zu uns nehmen. Wer beim Abräumen des Tisches hilft, kann gleich wieder bis zu 70 Kalorien abbauen. Fühlt man sich trotzdem vom Völlegefühl erschlagen, hilft eine halbe Stunde Spazierengehen beim Verdauen und verbrennt rund 100 Kalorien – der Effekt wird verstärkt, wenn man öfter Richtungswechsel einlegt.

Kein Wunder, wenn die Feiertage als anstrengend empfunden werden – der Körper arbeitet auf Hochtouren. Und wie beim Marathon muss er sich danach erholen. In diesem Sinne: Geruhsame Festtage!

Fazit:

Für Genuss-Esser, Schönredner und alle, die beim Festmahl kein schlechtes Gewissen haben wollen. Wer das restliche Jahr über sportlich aktiv ist, muss sich keine Sorgen machen – der Körper verzeiht Ausreißer und die paar Tage Völlerei sind schnell wieder wegtrainiert.

laila.daneshmandi@kurier.at