Ein riesiger Ball als ungewöhnliches Trainingsgerät.

© KURIER/Franz Gruber

Bodyblog
01/02/2016

In einer anderen Dimension

Wer hat den Größten? Eindeutig die Kin-Baller. Wie es sich mit einem 1,20 Meter großen Ball spielt.

von Laila Daneshmandi

Ich konnte es selbst nicht glauben, bis ich es probiert habe. Es gibt wirklich eine internationale Sportart mit einem überdimensional großen Ball. Noch absurder ist, dass man ihn mit einem Gewicht von unter einem Kilo sogar auf dem Handrücken balancieren kann. Erfunden wurde Kin Ball 1986 von einem kanadischen Sportlehrer und breitet sich mittlerweile auch hierzulande langsam aus.

Gespielt wird mit drei (!) Teams zu je vier Spielern auf einem 20x20 großen Feld. Es gibt kein Tor – es geht darum, den Ball so zu werfen, dass die anderen ihn nicht fangen, bevor er auf dem Boden aufkommt.

Im Einführungstraining lernen wir zunächst, wie der Kin-Ball gefangen und geschossen wird. Bei der Größe wirkt er träge, aber er ist so leicht, dass er einem schnell aus den Händen rutscht, wenn man ihn nicht gut erwischt. Zu zweit geht’s besser. Für den Abschlag müssen die anderen Team-Mitglieder den Ball halten: Zwei gehen auf die Knie und halten ihn hoch, der Dritte muss den Ball beim Abschlag berühren. Zum Schießen darf der Vierte jeden Körperteil oberhalb der Hüfte verwenden.
Die Mannschaft, die gerade dran ist, ruft vor ihrem Zug die Farbe des Teams, das ihn jetzt fangen soll. Das klingt bei der Größe des Balls vielleicht nach einer gemütlichen Partie, aber es kommt überraschend viel Action auf. Der Kin-Ball fliegt nicht so schnell wie ein Volley- oder Tennisball, aber so ein Riesending muss man erst einmal unter Kontrolle bekommen. Gelingt das, ist man dran und muss den Ball wiederum so werfen, dass die Gegner ihn nicht gleich fangen.

Da hat sich der kanadische Sportlehrer eine gute Alternative überlegt, um seine Schüler auf Trab zu bringen. Nach dem Training hatte ich einen roten Kopf und blaue Knie – und Fußbälle kommen mir jetzt lächerlich winzig vor.

Mehr Infos: www.kin-ball.at

Fazit:

Für Ballverrückte und alle, die gerne in großen Dimensionen denken. Ein Sport, der den Teamgeist fördert und den Kreislauf fordert. Knieschoner können nicht schaden.

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