Meinung | Bodyblog
18.11.2017

Federleicht beim Bungee-Training

Aufgehängt an einem elastischen Gummiband sporteln – das hat Potenzial für den nächsten Fitnesstrend.

Das hat Potenzial für den nächsten großen Fitnesstrend.

Mag. Laila Daneshmandi | über Bungee-Training.

Meine Sehnsucht nach Nahtod-Erlebnissen war nie groß genug, um mich mit einer Befestigung an den Füßen aus schwindelerregenden Höhen zu stürzen – Bungee Jumping wäre für mich nie infrage gekommen. Zum Glück hat Bungee-Training nicht im Geringsten etwas damit zu tun. Ein Erlebnis ist es trotzdem (90 Min. Workshop 35€, www.bungeetrainingaustria.com).

Ich schlüpfe zu Beginn der Stunde in einen Hüftgurt, wie er auch beim Klettern verwendet wird. Das Bungee-Seil ist an der Decke befestigt und wird gerade so hoch eingestellt, dass ich mich auf die Zehenspitzen stellen muss, um den Hüftgurt einzuhängen – mit einem Click fühle ich mich beinahe schwerelos. Anfangs mache ich mich mit der neuen Gewichtsverteilung vertraut: Bei jedem Sprung nach vorne zieht mich das Seil an der Hüfte zurück. Wenn ich wild drauf los hüpfe, beutelt es mich in alle Richtungen. Ich muss Rumpf und Beckenboden anspannen, um meine Sprünge zu kontrollieren. So schaffe ich es etwa, tiefe Kniebeugen zu machen, ohne ungeplant in irgendeine Richtung zu kippen.

Trainerin Daniela zeigt mir ein paar Tricks: Wir laufen mehrmals vor und zurück, holen uns Schwung – hüpfen in einen kurzen Handstand, stoßen uns am Boden ab und kommen wieder in den Stand. Es braucht einige Anläufe, aber es fühlt sich an, als wäre ich ein akrobatischer Actionheld.

Genauso geht es mir, als wir versuchen, Liegestütz zu machen: Dank Gummiband kann ich mich spielend leicht nur auf Finger- und Zehenspitzen abstützen. Ich federe wieder ein bisschen mit der Hüfte, stoße mich ab und schon schwebe ich über dem Boden wie Tom Cruise in Mission Impossible.

Das federnde Gefühl in den Beinen sorgt nach dem Training für einen beschwingten Gang. Geschwitzt wird auch reichlich – im Gegensatz zum Bungee-Jumping ist es aber kein Angstschweiß.

Fazit:

Für Gummihüpfer, Luftakrobaten und alle, die neuen Schwung brauchen. Das Training ist für alle Altersklassen geeignet und fordert Ausdauer, aber auch Rumpf- und Beckenbodenmuskeln.

Fun:

Schweiß:

Effekt: