Meinung | Bodyblog
01.04.2017

Die etwas andere Mittagspause

Abseits der Esoterik-Ecke boomt seit einigen Jahren die Forschung rund um die Effekte von Meditation.

Mag. Laila Daneshmandi | über Re:Treat

Wer in seiner Mittagspause aus Überzeugung Wurstsemmeln, Fast Food oder Schnitzel in sich hineinstopft, sollte hier lieber nicht weiterlesen – braucht sich aber auch nicht zu wundern, wenn nachmittags der Energiepegel sinkt. Es ist nicht immer einfach, gesunde Alternativen zum Kantinen-Menü und zum Supermarkt-Weckerl zu finden, zumal mittags nicht nur der Magen gefüllt, sondern auch der Kopf geleert werden will.

Mit dem Konzept von Re:Treat will Giulia Tamiazzo den Raum dafür geben und hat sich diesen Traum in Wien-Mariahilf erfüllt. Es ist ein bisschen wie Heimkommen: Im großen Wohnzimmer laden gemütliche Armsessel zum Reinkuscheln ein, der große Esstisch ist fertig gedeckt (www.retreat-vienna.com, Schnuppern 10 Tage/10 €). Um 12:30 Uhr gibt es mittagspausengerecht eine halbe Stunde Yoga oder geführte Meditation: Nachdem ich bisher mit Selbstversuchen in Sachen Meditation gescheitert (und stets eingeschlafen) bin, lasse ich mich darauf ein.

Nach ein paar Lockerungsübungen verfolgen wir im Geiste den Weg zum Studio, denken an alle Aufgaben, die wir an diesem Tag erledigt haben und noch erledigen müssen – und lassen sie vor der Tür. Dann setzen wir uns in eine bequeme Sitzposition und verfolgen unsere Atmung. Und atmen. Und atmen. „Es ist okay und normal, wenn Gedanken hochkommen. Konzentriert euch einfach wieder auf eure Atmung“, erklärt Giulia.

Abseits der Esoterik-Ecke boomt seit einigen Jahren die Forschung rund um die Effekte von Meditation. Eines ist gesichert: Regelmäßig praktiziert, wirkt sie sich nachweislich positiv auf die Hirn- und Lernleistung aus. Selbst gegen Depressionen soll das Achtsamkeitstraining helfen.

Genau, als die Sitzposition anfängt, unbequem zu werden, beendet Giulia den Meditationsquickie. Danach gibt es hausgemachte, vegane Speisen (auch zum Mitnehmen) – ich hatte eine Linsen-Grünkohl-Suppe. Nicht nur mein Körper war genährt, sondern auch mein Geist.

Fazit:

Yoga-Studios gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Re:Treat geht es ganzheitlich an und bietet auch Achtsamkeitstraining und das dazu passende Soul Food. Ein weiterer Probier-Tipp: Samstags gibt es Yoga-Brunch.Schweiß:

Effekt: