Österreichs NHL-Stars Raffl, Grabner und Vanek mit Licht und Schatten in Sotschi

© APA/HELMUT FOHRINGER

über die Folgen von Sotschi
10/24/2014

Es reicht jetzt, bitte!

Österreichs NHL-Stars sollen als Folge von Sotschi nicht für die WM in Prag nominiert werden.

von Peter Karlik

Das leidige Thema Olympia sollte endlich erledigt sein

Peter Karlik | über die Folgen von Sotschi

Wer kann sich daran erinnern, dass Österreichs Eishockey-Nationalteam bei den Olympischen Spielen in Sotschi den sensationellen neunten Platz errang? Wohl nur Insider.

Hingegen ist der breiteren Öffentlichkeit immer noch bekannt, dass einige Spieler zwei Tage vor dem Duell um den Viertelfinaleinzug mit Slowenien auf die nächtliche Regeneration pfiffen und auf Sauftour gingen. Ob und wie sehr der Substanzverlust Einfluss auf das 0:4 gegen die guten aber wirklich nicht überragenden Slowenen gehabt hat, ist natürlich nicht nachweisbar.

Das Krisenmanagement des OÖC und des Eishockey-Verbandes war katastrophal. Auch deshalb fühlten sich Spieler in den Wochen und Monaten danach bemüßigt, sich von den Kollegen zu distanzieren, sich zu entschuldigen oder zurückzutreten. Sportdirektor Alpo Suhonen wurde vom Vorstand des Verbandes aufgefordert, mit den Beteiligten, u. a. Österreichs NHL-Stars Thomas Vanek, Michael Raffl und Michael Grabner, über mehr oder weniger freiwillige Spenden für den Nachwuchs zu verhandeln.

Ein nach vielen Rücktritten stark verjüngtes Team schaffte bei der WM der Division I in Südkorea überraschend den Aufstieg. Die positiven Schlagzeilen kehrten zurück. Damit sollte das leidige Thema endlich erledigt gewesen sein. Falsch gedacht.

Der ominöse Verzicht

Am Freitag schrieb die Kleine Zeitung, ein aktueller Teamspieler habe beim Kennenlern-Tag in Salzburg ein Gespräch mitgehört, in dem beschlossen wurde, dass Österreich bei der WM in Prag im Mai 2015 freiwillig auf die drei NHL-Spieler verzichten werde.

Sollte sich der Spieler nicht verhört haben, sind zwei Dinge anzumerken: Erstens werden mit großer Wahrscheinlichkeit Minnesota (Vanek), die NY Islanders (Grabner) und vielleicht auch die Philadelphia Flyers (Raffl) während der WM im Play-off der NHL engagiert sein und die Spieler daher gar nicht kommen können. Und zweitens würde dieses Denken zeigen, wie amateurhaft im Verband auch nach der Umstrukturierung vor zwei Jahren immer noch gearbeitet wird.

Insofern wäre Platz 19 im Verbandsranking des Sportförderungsfonds - weit abgeschlagen hinter Klettern und Volleyball - auch keine Überraschung mehr.

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