Live aus Milano: Von Ikonen und Keylooks

Ein Tag am Meer: ...und dieser mit Marilyn Monroe. So lautete die Inspirationsquelle von Max Mara für die Herbst Winter-Kollekti… © Bild: Katharina Fronius

Pelz ist aber fast überall dabei. Ob bei Fendi, Costume National oder bei Max Mara.

Katharina Fronius | über die Fashion Week Mailand
Max-Mara1.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Alle begann am Tag zwei mit einer Ikone:Marilyn Monroe. Ob Backstage oder schließlich am Catwalk. Sie war die Inspirationsquelle und stetig präsent. Denn sie war es, dieMax Mara dazu verhalf eine beeindruckende Schau zu liefern. Nicht als das vorhersehbare "Sexy-Symbol", sondern als sinnliche Stilpatin. Es ging um die verletzliche Seite der Leinwandgöttin – Marilyn am Meer, so lautete das Credo.

Die Kollektion zeigte sich dementsprechen sinnlich, weiblich, aber vor allem intelligent. Smarte Schnitte, sanfte Töne, exzellente Materialmischungen und elegantes Layering war das Ergebnis. Soviel zu dem, was auf der Bühne vor sich ging.

KateMara.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Im Anschluss, wieder Backstage, waren dann alle Kameras auf eine andere Person, vielleicht sogar schon Ikone, gerichtet: Kate Mara.Fälschlicher Weise hatte ich sie heute in den frühen Morgenstunden als (etwas veränderte) Amy Adams identifiziert, da diese einmal Gesicht von Max Mara war. Das will ich hiermit wieder richtig stellen und bitte um Entschuldigung für diesen Fehler. Denn das war sie nicht. Sondern eben Kate: Die schöne Schauspielerin reiste auch aus einem bestimmten Grund an – abgesehen von der Show. Bekannt durch ihre Rolle in "House of Cards" wurde sie mit dem "2015 Women in Film Max Mara Face of the Future Award" geehrt und von der Italo-Marke zu einem Private Dinner und dann zur Kollektionspräsentation gelanden.

Von Ikonen und modischen Zeitreisen

Blugirl.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Gemeinsam mit meiner Kollegin, Mailand-Expertin und Show-Spezialistin, Brigitte Winkler, ging es dann auch schon weiter zum nächsten Fashion-Stop: zuBlumarine. Auch hier wurde ein Retro-Appeal in die neue Mode gemischt. Etwas 50ies-Flair mit akzentuierten Taillen und Strickpullover-Rock-Kombinationen. Auf der anderen Seite 70ies-Glam mit Goldpailletten, Pelzjacken und wilden Tapeten-Prints wie Blüten und Vögelchen. Dazu: Blutrote Lippen und eine wilde Lockenpracht. Wieder mit von der Partie wie schon oben erwähnt: Pelz. Ein modischer Dauergast auf der Mailänder Modewoche.

... Pelz und mehr

Fendi.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Die dritte Show, ein besonderes Gustostück, lag dann leider ganz am anderen Ende der Stadt. Nach einer etwas turbulenten Taxifahrt (ganz typisch natürlich für italienische Fahr-Verhältnisse) kam ich allerdings rechtzeitig zum Ort des Geschehens zum PelzspezialistenFendi. Eine gefühlte Weltreise hatte ich zurückgelegt, doch jeder Meter lohnte sich. Schließlich ist man nicht jeden Tag bei Fendi geladen.

Auch hier: 70ies-Appeal. Die Outftis waren jedoch im Patchwork-Stil gehalten, allen voran die Pelze. Der Gesamteindruck war dadurch modern, frisch und lebendig. Genauso wie die Accessoires, auf die hier mindestens genauso viel Wert gelegt wird. Ob extrahohe Plateau-Boots mit kunstvoll gestalteten Keilabsätzen oder die bunten It-Bags, die mit frischen Blüten gespickt wurden, alle wirkten kostbar - nicht zuletzt wegen des Pelzbesatzes. Zur Krönung gab es dann noch chice Haarbänder, die das extravagante Outfit abrundeten.

Der Mode-Marathon, die nächsten Meter

IMG_7747.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Nach diesem Highlight hieß es wieder: Auf in den Kampf um ein Taxi. Nachdem ich das geschafft hatte, bangte ich wieder dem Mailänder Straßenverkehr entgegen. Doch auch jetzt ging alles gut aus – und ich kam zeitgerecht beiJust Cavalli an. Was mich dort erwartete: "Utopia" (so der Song der Show vonChicKs On Speed) im 70ies-Look. Jede Menge Volants, elektrisierende Prints und ein Feuerwerk an Farben wurden hier zum Besten gegeben.

CostumeNational.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Die anschließende Darbietung vonCostume National schien fast farblos: simpele Cuts in Schwarz. Doch auch diese hatten etwas Spezielles: Neben marabufedernen Röcken, die sicherlich eines der Highlights waren, waren es die durchgehend blusen- und topfreien Ensembles aus Sakko und Hose beziehungsweise Rock, die den strengen Uniform-Code zu eleganter Sinnlichkeit verhalfen.

Als die Nacht anbrach ...

IMG_7819.jpg
© Bild: Katharina Fronius

... stand noch ein kurzer Besuch beiPorts 1961auf der To-Do-Liste - ein Showroombesuch. Danach noch Furla, die ihre neueste Taschen- und Schuh-Kollektion mit DJ, #furlafeeling und imposanter Deko bei einem chicen Cocktail zelebrierten.

Salma.jpg
© Bild: Katharina Fronius

Abschluss machte dann noch der Besuch des Conceptstores 10 Corso Como, wo man sich zumPomellato Cocktail in honor of Salma Hayekeinfand. Schließlich ist sie das neue Gesicht der Marke und ihre Bilder wurden im eleganten Rahmen präsentiert. Sie war leider nicht da. Oder sagen wir: noch nicht. Mein Timing war eigentlich gut, ich kam erst gegen Ende der offiziellen Cocktailstunde, aber immer noch zu früh, um einen Blick auf den Ehrengast zu werfen. Aber auch ohne "live Act", die Bilder waren einen Blick wert und der Besuch im Concept Store sowieso ein Must-have für jeden Mailand-Aufenthalt.

Erstellt am 27.02.2015