LED-Lampen können Faltern das Leben retten

LED-Lampen können Faltern das Leben retten © Bild: Naturpark Leiser Berge

Metallhalogenlampen haben dagegen fatale Folgen für nachtaktive Insekten.

Metallhalogendampf-Hochdrucklampen führen zum Massensterben von Insekten, während LED-Leuchten wesentlich weniger Tiere töten. Dies zeigt ein Forschungsprojekt der Tiroler Umweltanwaltschaft und der Tiroler Landesmuseen. Der Versuch sollte gefährliche Lichtquellen für Insekten aufzeigen und weniger fatale Alternativen herausfinden. In Völs nahe Innsbruck wurde in 18 Nächten erforscht, welches Licht die meisten Insekten in eine tödliche Falle lockt. Sechs verschiedene Leuchten haben im betreffenden Zeitraum etwa 21.000 Tieren angelockt, davon knapp 3900 Schmetterlinge. Das Projekt habe ganz klar gezeigt, dass Metallhalogendampf-Hochdrucklampen für die Tiere am fatalsten wirken, so Umweltanwalt Johannes Kostenzer. So habe eine solche Lampe im Versuch 1249 Schmetterlingsleben gefordert, während eine LED-Leuchte das beste Ergebnis erzielte. Dieser Lampe fielen lediglich 107 solche Tierchen zum Opfer.

Projekt "Helle Not"

Die ökologisch verträglichsten Leuchtmittel sind somit die getesteten LED-Lampentypen. Die Umweltanwaltschaft wird daher verstärkt für den Einsatz dieser Lichter eintreten. Die aktuellen Ergebnisse werden aufgrund der Breitenwirkung unseres Projektes "Helle Not" weit über Tirol hinaus Richtschnur werden für eine umweltfreundliche Beleuchtung", zeigte sich Kostenzer als Projektträger überzeugt. Durch künstliche Lichtquellen werden Tiere geblendet und verlieren die Orientierung. Die Tiere fliegen zwanghaft die Leuchtkörper an, bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen, erklärten die Experten. Ein Versuch eines Wissenschafters in Italien habe gezeigt, dass bei einem einzigen beleuchteten Kriegerdenkmal jährlich sieben Millionen Schmetterlinge dadurch den Tod finden, so Peter Huemer vom Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

Erstellt am 05.12.2011