Sunst druck i da ane

Ein kurzes "Erlebnis" in einer Wiener U-Bahn

Samstag Mittag U4. Der Zug nähert sich der Station Schwedenplatz. Ein Bub, geschätzte acht Jahre, drückt den Türöffnerknopf. Das Licht scheint nicht gleich aufzuleuchten, Er drückt nochmals und nochmals. Eine junge Dame, vermutlich seine Mutter: "Jetzt hear auf zum Druck'n, sunst druck i da ane!"
Der in der Nähe stehende Kiku-Reporter: "He, hee, heeee!"
Die Frau: "Is was?"
"Ja, Kinder schlagt ma net und verboten is außerdem!"
"Waun Sie den Unterschied zwischen schlagen und ane druck'n net kennan, dann mischen S' Ihna net ei!"
"Ane druck'n is nix anders als a Form von schlag'n!"
Die Tür geht auf die Frau, eine Begleiterin und der Bub steigen aus, die Frau noch im Nachkeppeln: "Der soi de Papp'n hoit'n!"
Da trägt wieder mal wer das "goldene Wiener Herz" auf der Zunge…

(kurier) Erstellt am
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