Wie ich an den Punkt kam zu sagen “ich probiere alles aus, was helfen könnte”

© gilbert novy

über ihre Marathon-Vorbereitung
03/17/2013

Wie ich an den Punkt kam zu sagen “ich probiere alles aus, was helfen könnte”

von Ina Lange

Falls Sie noch andere leistbare Tipps haben, können Sie sie mir gerne mitteilen.

Ina Lange | über ihre Marathon-Vorbereitung

Meiner Meinung nach gibt es zwei Arten von LäuferInnen: Erstens all jene, die sich, bevor sie überhaupt mit dem Laufen beginnen, komplett von oben bis unten mit den neuesten Materialien und Laufgadgets eindecken. Angefangen von den Laufschuhen mit der neuesten Technologie, der Gelsohle, die die Energy speichert und wieder abgibt, zu denen natürlich die entsprechenden Laufsocken mit verstärkter Ferse und Zehenkappe gehören, über, der Jahreszeit entsprechendes, atmungsaktives Beinkleid (für Frauen neuerdings auch in Kombination mit superstylischem Röckchen), bis hin zu Herzfrequenzmonitor, lichtreflektierenden Armbändern, zur ultraleichten, schweißbeständigen Smartphone Armtasche und zum angenehmen Runningbelt mit 4 Trinkflaschen. Zur zweiten Art gehören all jene, die sich irgendeine Sporthose und das nächstbeste T-Shirt schnappen, die Laufschuhe - die sie entweder schon Jahre im Schrank oder vor kurzem im Angebot gekauft haben - anziehen und laufen. Natürlich gibt es auch zahlreiche LäuferInnen dazwischen, aber wen interessiert schon Mittelmaß. Nun würde ich mich prinzipiell zur zweiten Kategorie zählen, jedoch kommt man im Laufe (welch Wortspiel) der Jahre drauf, dass das ein oder andere an zusätzlichem Zeug und besserer Qualität das Laufen angenehmer macht und “unbedingt notwendig” wird. Wenn man in der Woche mehr als 20 km auf Asphalt läuft, wird man irgendwann merken, dass das Geld für bessere Laufschuhe mit individueller Beratung nicht nur eine Investition in angenehmes Laufen, sondern auch in die eigenen Gesundheit ist. Und so kann es einem passieren, dass man plötzlich top ausgerüstet - abzüglich der Smartphone Armtasche - nicht mehr von den LäuferInnen der ersten Art zu unterscheiden ist, über die man anfänglich noch die Nase gerümpft hat. Allerdings darf man nicht den Fehler machen und glauben, dass mehr Geld investieren gleichzeitig auch bessere Leistung bedeutet und so muss man leider auch mit neuer Laufhose nach wie vor selbst die Kraft aufbringen die Beine in Bewegung zu setzen und zu halten. In Anbetracht der Tatsache, dass der Termin des Vienna City Marathons unaufhaltsam näher rückt und außer zweimal Zirkeltraining mit Hilfe eines Videos im Wohnzimmer und einer Minilaufeinheit, aus gesundheitlichen Gründen, seit Tagen kein richtiges Lauftraining möglich war, komme ich an den Punkt, an dem ich sage “ich probiere alles aus, was helfen könnte”. Natürlich meine ich damit nicht wirklich ALLES, aber in den verbleibenden Wochen werde ich folgende - für mich neue Dinge - ausprobieren: Trainingsplan der individuell für mich zusammengestellt wird, Trinkflaschengürtel (ein frühzeitiges Ostergeschenk, dass ich hoffentlich bald bei wärmerem Wetter austesten kann), Energy Gels (bis jetzt habe ich überwiegend positives darüber gelesen, also warum nicht), Pulsuhr (beim ersten Termin im IMSB hat Trainer Lukas sowas angedroht) und was mir sonst noch so über den Weg läuft und eventuell helfen könnte. (Falls Sie noch andere leistbare Tipps haben, können Sie sie mir gerne mitteilen.) Natürlich werde ich Ihnen an dieser Stelle darüber berichten. Nicht berichten werde ich hingegen über Energiearmbänder (ich rufe auch nicht bei Astro TV an und lass mir meine Glücknummer durchsagen), Kinesio-Tapes (kenn ich mich nicht aus, würde mich jedoch prinzipiell interessieren - allein schon wegen der Optik) und diverse Lauf-Apps (da ich stolze Besitzerin eines Tastentelefons bin, verweise ich deswegen an den runtastic-Test von Kollegin Laila Daneshmandi und die Kolumne von Kollege Guido Tartarotti).

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