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erinnert sich an seine Nachfahrt
10/31/2014

Nachtfahrt zur Mauer

von Konrad Kramar

Die Nacht war viel zu historisch war, um sie beim Bier totzureden

Mag. Konrad Kramar | erinnert sich an seine Nachfahrt

Als heftig politisierte Studenten verbrachten wir die Stunden nach dem Mauerfall damit, die Weltlage noch heftiger als sonst zu erörtern. Irgendwann wurde uns klar, dass diese Nacht viel zu historisch war, um sie beim Bier tot zu reden. Ein paar Nachtstunden später saßen meine beste Freundin Alex und ich im Auto und waren unterwegs in Richtung Berlin.

Schon an der Grenze im bayrischen Hof standen die Trabis zu Tausenden Schlange. Am nächsten Tag kämpften wir uns über den Kurfürstendamm, der von ebenso glücklichen wie ratlosen DDR-Bürgern verstopft war.

Die Schlangen vor den Banken, wo die "Zonis" ihre 100 DM Begrüßungsgeld bekamen, ringelten sich um die Häuserblöcke. Und während die Trabis mit offenen Fenstern und wehenden Fahnen durch die Straßen knatterten, begannen die ersten Westberliner schon über den Lärm und die verstopfte U-Bahn zu schimpfen.

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