NOCH 14 Tage bis zum Ironman Südafrika

Ironman Südafrika © Bild: GeorgSwoboda

3,8km swim -180km bike - 42,195km run

Es kann nur besser werden

Ich kann es kaum erwarten, dass ich mich auf den Weg nach Südafrika mache und endlich der Ironman stattfindet. Im Moment kommt es mir nämlich so vor, dass je länger die Wartezeit ist, desto mehr gegen mich läuft und diesen Kreis gilt es zu durchbrechen.

Nach einer zunächst hervorragenden Vorbereitungsphase sind in der letzten Zeit immer wieder kleinere Rückschläge und Wehwehchen aufgetreten. Der letzte Streich davon trat in Form einer Beinhautentzündung auf, nach deren Diagnose mir von ärztlicher Seite Laufverbot erteilt wurde. Dieses habe ich auch brav, wenn auch schweren Herzens, eingehalten, doch nach einer 2-wöchigen Zwangslaufpause habe ich mich entschieden, dass ich trotzdem beim Wiener Feuerwehrlauf antreten werde.

Es lief die ersten Kilometer alles perfekt - ca. 3:15 angelaufen - bis mich bei Kilometer 3 im Wald ein Hund verfolgte. Anstatt auf die Strecke zu schauen, stürzte ich über eine Wurzel und flog, wie man auf gut Wienerisch sagt, voll auf die Goschn`. Ca. 2 Minuten und einige Humpelversuche später beschloss ich das Rennen wieder aufzunehmen. Nach einigen lockeren Kilometern versuchten Markus Reiniger (Danke noch einmal) und ich das Feld von hinten aufzurollen. Nach ca. 10 km spürte ich wieder meine Beinhautentzündung und wir liefen das Rennen solide nach Hause.

Die nächste schlechte Nachricht folgte am nächsten Tag: die Beinhautentzündung ist wieder akut und außerdem habe ich durch meinen Sturz zusätzlich eine Rippenprellung. Seit einer Woche habe ich nun enorme Schmerzen, sodass ich es immer nur 30 Minuten im Wasser aushalte.

Aus diesem Grund beschloss ich anstatt wie geplant2 Wochen sogar 3 Wochen zu tapen und dadurch das Training zurückzuschrauben. Denn wie sagte schon mein alter Trainer immer: "In den letzten Wochen (vor einem Wettkampf) kann man nur zuviel trainieren!" Deshalb habe ich entschieden, dass ich bis zum Ironman nur noch einen 10er im Rahmen des Abschlusstrainings laufen werde.

Insgesamt bin ich aus gesundheitlicher Sicht weiterhin guter Dinge, da ich seit meiner schweren Bandscheiben-OP nicht mehr in so einer tollen Form war. Also cool bleiben, pflegen, fokusieren und es am 22. April richtig krachen lassen.

Am heutigen Tag folgte der nächste Tiefschlag: mein neues ARGON E-118 Fahrrad kommt leider zu spät. Dank meines Freundes Andreas "weiße Feder" Wagner gibt es auch in dieser Angelegenheit eine kurzfristige Lösung. Andreas verzichtet für einige Zeit auf seine Zeitfahrmaschine und borgt sie mir. Zusätzlich hat unser SRM Team, speziell Doro, Mario, Stefan und Sebastian, es ermöglicht noch rechtzeitig ein Rotor SRM zu schicken. Auch Equipment-technisch ist für den Wettkampf also wieder alles im grünen Bereich. Jetzt noch einmal am Wochenende ein hartes Training in der Höhe und dann sollte ich bis 2 Wochen vor dem Ironman alle Hausaufgaben gemacht haben.

 Obwohl ich aufgrund von leichten zeitlichen Restriktionen durch mein neues Xtralife Optimierungscenter etwas weniger trainiert habe als geplant, bin ich sehr zuversichtlich was die Wettkampfform betrifft.  In Port Elizabeth heißt es dann Punkte zu sammeln, um vielleicht doch gemeinsam mit Lance Armstrong der Weltmeisterschaft am Start zu stehen.

LG Schurlinger

Erstellt am 11.04.2012