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05.12.2011

Vorsicht, Fettgedrucktes!

Manche haben das Gefühl, bereits beim Blick auf die Schokolade zuzunehmen. Aber es geht noch besser! Neulich sagte mir ein Bekannter, er nehme bereits beim Lesen von fett gedruckten Wörtern zu!

Abgesehen davon, dass man einem solch findigen Menschen raten müsste, vor allem das Kleingedruckte zu lesen und möglichst wenig Schlagzeilenblätter à la " Österreich" oder "Die ganze Woche", hat mich diese Aussage auch weiter inspiriert. Ich dachte an das "F", auf welches ich klicke, wenn ich ausnahmsweise einmal etwas in fetter Schrift schreiben möchte, denn ich hasse Texte, die vor lauter Hervorhebungen schreien. Ich dachte an das "B", welches in englischen Programmversionen und in der HTML-Sprache für dieses "F" steht und sich vom englischen "bold" ableitet. "Bold" bedeutet aber auch "kühn, keck, verwegen,..". Und überdies gibt es "extra-bold" und "semi-bold". Automatisch überlege ich, ob "my bold friend" auch beim Lesen solcher Schriften einen linearen Zusammenhang merken würde. Die Lösung kam ganz von allein, als er nämlich den lapidaren Satz nachschob: "Aber man sagt mir ohnehin immer, dass ich mehr zwischen den Zeilen lesen sollte!"