Prater Unser

© Katharina Schaffer

Die Stadt ist mein Blog
06/12/2013

Prater Unser

Aus dem als Bezirksfestival gedachten Prater Unser wurde ein One-Location-Show. Außerdem: Die Fortgehtipps der Woche.

von Marco Weise

Was vor drei Jahren mit vier Venues begann, findet bis auf eine Ausnahme in einem Club, nämlich der Pratersauna, statt. Zur Ausnahme kommen wir später. Das Prater Unser Festival wurde also zum Pratersauna Festival. Das Fluc ist nicht mehr dabei, das Planetarium hat seinen Clubbetrieb eingestellt. Aus einem dazumal noch als Bezirksfestival (Leopoldstadt) gedachten Festival wurde ein One-Location-Show. Geblieben ist nur noch – und jetzt kommen wir zur Ausnahme – die Techno-Gondel im Prater. Diese dreht sich natürlich am Wiener Riesenrad und wird dieses Jahr erneut von FM4 (Freitag) und TheGap (Samstag) gehostet.

KURIER: Warum konzentriert sich das Prater Unser Festival in diesem Jahr ausschließlich auf die Pratersauna . Wollen andere Locations nicht (mehr) mitmachen? Hennes Weiss (Festival- und Pratersauna-Betreiber): Die Ursprungsidee eines ganzen Bezirksfestivals verteilt auf mehrere Venues rund um den Prater zu veranstalten ist nach wie vor in unseren Köpfen, allerdings fehlt bis dato noch die Unterstützung der Stadt Wien und das Budget. Erschwerend kommt dazu, dass das Planetarium Wien nicht mehr bespielbar ist und das Fluc seine musikalische Ausrichtung anders gestaltet. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf in Zukunft z.B. die Räumlichkeiten der Tribüne Krieau (auch hier gab es für 2013 keine Genehmigung) und weitere Venues im Wurstelprater zu bespielen."

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Am Mittwochabend startet das Prater Unser Festival mit Elektro Guzzi, den heimischen Spezialisten in Sachen Live-Techno – umgesetzt mit Bass, Gitarre und Schlagzeug. Mit Dixon wurde ein Berliner DJ und Produzent ins Programm geholt, der mit ausgefeilten, atmosphährisch-housigen Sets zu überzeugen weiß.

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Puff Zack + Dr. Motte + Kaytranada

Das normalerweise im Morisson Club über die Bühne gehende Puff Zack gibt am Donnerstag im brut eine Party. Der Grund: Der Geburtstag eines Mitglieds. Es wird auf der Terrasse gegrillt (Burgeralarm!) und getanzt – zur Musik von Julian Hruza, Colt aus Gold (Susi Klub), Dismantled und den Puff Zack-Residents. Es gibt natürlich auch wieder Popcorn, das neuerdings von einem heimischen Biobauern stammt.

Zurück zum Prater Unser: Am Donnerstag wird Dr. Motte in der Pratersauna zugegen sein. Richtig, DER Dr. Motte, der Gründer der Loveparade, von der er sich schon seit 2006 aus verschiedenen Gründen distanziert. Stichwort: Kommerz. Musikalisch sollte man sich von Herrn Motte aber nicht allzu viel erwarten. Soll heißen: Für die Highlights werden andere Acts sorgen – zum Beispiel der Mash-up-Freak Ssion aus New York oder das melodie- und harmonieverliebte Duo HVOB aus Wien.

Gewinnspiel: Für den Abend mit Dr. Motte und Co verlosen wir 1x2 Karten. Eine eMail mit dem Betreff "prater unser" an kult(at)kurier.at genügt.

In der Grellen Forelle hat man ja letztes Wochenende die wirklich gelungene Terrasse eröffnet. Auf dieser lässt es sich wohl auch am Donnerstag gut aushalten. Das Abendprogramm gestaltet dann ein gewisser Kaytranada aus Montreal in Kanada. Zu seinen Spezialitäten gehören Edits und Remixarbeiten. Durch seine Slow-Motion-Disco-HipHop-Maschine jagt er Leute wie Janet Jackson oder Erykah Badu. Großartig.

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Prater Unser + Grätzelfest + Luv Boat + Filmriss

Das heimische Label Luv Shack Records holt Jaques Renault nach Wien zum Luv Boat ins Titanic. Feine Sache. Denn der New Yorker ist ein Facharbeiter – sein Arbeitsort: der Club. Seine Branche: Disco. Darüber streut er ein paar House-Streusel. Den Rest erledigen LeSale, Jakobin, Simonlebon & Lee Stevens von Luv Shack.

Grätzelfest, Nachbarschaftsfest und Straßenfest. So richtig auskennen tut sich da ja keiner mehr. Muss man sich aber auch nicht. Denn es geht ja um die Geselligkeit, um die Verbrüderung und das Miteinander. Am Freitag wird beim Heumühlbogenfest in der Heumühlgasse zum Straßenfest geladen. Das ist diese Straße im wohl hippsten Grätzel zwischen dem 4. Und 5. Wiener Gemeindebezirk. Und so ist es auch keineswegs verwunderlich, dass hier nicht die Volkstanzgruppe Wieden antanzt, sondern Namen wie Zweitbester, Susi Klub, Tingel Tangel und Dish Tennis fallen. Los geht es um 16.00 Uhr.

Auch am Yppenplatz gibt es am Freitag so etwas wie ein Straßen bzw. Platzfest. Bei HipHop und diversen Kunstaktionen kann man es sich bei einem der zahlreichen Lokale gutgehen lassen.

Nur unweit vom Yppenplatz entfernt, liegt der Ragnarhof (Grundsteingasse). Dort kann man sich dann einen Filmriss sichern - so lautet nämlich die Veranstaltungsreihe.

Schwarzbrot + Prater Unser + 35 Grad + Cous Kuss + Fleisch

Das Brunnenviertel steht auch am Samstag Kopf. Den ganzen Tag über heißt es dort Kunst trifft Markt. Von 10 Uhr bis Mitternacht sorgen Künstler und Musiker am Yppenplatz und entlang des Brunnenmarktes für ein abwechslungsreiches Programm.

Am Samstagnachmittag wird im Rahmen des Prater Unser Festivals eine neue Clubreihe eröffnet: Schwarzbrot. Am Nachmittag stehen Live-Auftritte von Slow Magic und Giraffage am Programm. Ersterer produziert verträumte Elektronika mit Trap-Schlagseite und trägt stets kunterbunte Masken.

In eine ähnliche Kerbe schlägt Giraffage, der mit seinem Laid-Back-Lo-Fi-Sound Sonnenuntergangs-Romantik in die Pratersauna bringen wird. Seine Auslegung von "Music Sounds Better With You" ist dann auch sehr gelungen. Los geht es ab 14.00 Uhr. Abkühlen kann man sich am Pool.

Gewinnspiel: Wir verlosen für das Schwarzbrot 1x2 Karten. Eine eMail mit dem Betreff „Butterbrot“ an kult(at)kurier.at genügt.

Nach den Auftritten von Slow Magic und Giraffage werden DJs für die Überleitung zum Prater Unser-Abendprogramm sorgen. Bei diesem werden nochmal schwere Geschütze aufgefahren: Onsulade, Snuff Crew (live!) und Boddika.

In der Auslage am Gürtel geht eine neue Clubreihe zum ersten Mal über die Bühne. Cous Kuss nennt sich das Ganze und setzt mit Aaron Ahrends im Hauptprogramm auf melodisch-verträumen Disco-House-Sound. Dazu lässt es sich dann nicht nur gut tanzen, sondern auch schmusen. Da stimmen Herzschlag auf Rhythmus überein.

2 Jahre 35 Grad heißt es hingegen am Badeschiff. Im Bauch des am Donaukanal vor Anker liegenden Schiffes gibt es TechHouse aus Berlin. Gleich drei Acts kommen aus der Partymetropole an der Spree. Einer davon nennt sich Klartraum und wird live performen. In diesem Sinne: Alles Gute, 35 Grad.

Wer sich davor noch den Bauch vollschlagen möchte, sollte sich schon am frühen Abend gegenüber dem Badeschiff niederlassen. Dort heißt es seit einer Woche: It's All About The Meat Baby. Um was es genau geht, kann man dem Video (siehe unten) entnehmen. Kurz sei aber gesagt: Dort gibt es herzhafte Burger, tolle Pommes und eine tolle Bierkarte. Genehmigen sollte man sich auch einen Cocktail aus dem Hause If Dogs Run Free. Besser kann man den Abend gar nicht starten.

Flohmarkt und Technofrühschoppen

Sonntag ist Flohmarkt-Tag. Dieses Mal schlägt der Lieblingsflohmarkt seine Standln in der Stadt auf – und zwar an der Spittelauer Lände. Also dort, wo sich das Werk und die Grelle Forelle befinden. Die sich bereits zahlreich auf Facebook angemeldeten Vintage-Freunde können In- und Outdoor nach Schnäppchen suchen. Dauer: 12.00 bis 19.00 Uhr. Für Langschläfer sollte sich das also auch ausgehen.

Davor kann man sich übrigens schon beim Technofrühschoppen am Gartenspitz hinter der Wiener Secession (Friedrichstraße 12) den Schlaf oder die Party aus dem Gesicht reiben. Je nach Motivation und Umstand kann man sich bei Kaffee & Kuchen oder Bier & Zigarette in Liegenstühlen der Musik hingeben.

Ian Fisher

Der Singer/Songwriter Ian Fisher gibt am Montag in der Fluc Wanne eine Art Heimspiel. Denn der aus den USA stammende Musiker hat lange in Wien gelebt, musiziert und studiert. Fisher ist ein unermüdlicher Arbeiter, er hat bisher sechs Alben aufgenommen und ist gerade Mal 25 Jahre jung. Grundtenor seiner Songs: Ein Wüsten-Gitarrensound trifft auf das Wispern und Flehen von Ian Fisher. Live am Montag im Fluc.

Gewinnspiel: Wir verlosen 2x2 Karten für die Show von Ian Fisher. Eine eMail mit dem Betreff "fisher" an kult(at)kurier.at genügt.

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