
© Wiener Wiesn/Faruk Pinjo
O'zapft is: Na dann Prost
Bayrische Gemütlichkeit trifft auf den Wiener Schmäh bzw. Grant.
Land trifft Stadt. Urbanes Gewusel trifft ländliche Idylle. Die Taube trifft das Grillhendl. Wenn man zurzeit als Städter keine Lederhose griffbereit hat, dann wird man gesellschaftlich ausgegrenzt und muss immer öfter "draußen bleiben“. Dieser Trend in Richtung Trachtenmode wird einem nicht nur von Medien und sogenannten Style-Experten aufs Auge gedrückt, sondern fördert vor allem eínes: Die kommerziell vorangetriebene Verländlichung der Stadt. Die Steirer machen es sich am Rathausplatz gemütlich und die Waldviertler am Heldenplatz Werbung für ihre Region, für Land und Leute. Wenn sich in den nächsten Tagen viele für die Wiener Wiesn in ihre Krochlederne oder ins fesche Dirndl zwängen, bei den Kastelruther Spatzen und Co. auf den Bierbänken tanzen und beim Jodeln kläglich scheitern, dann mag das für Touristen durchaus verwirrend sein. Aber warum darf Wien nicht ein bisschen München sein?! Eben. Und so trifft im Prater die bayrische Gemütlichkeit auf den Wiener Schmäh bzw. Grant. "O'zapft iiiisss!". Na dann Prost.
Im Fluc ist seit Mittwoch das Moozak Festival im Gange. Der Fokus dieser zweitägigen Veranstaltung liegt auf der experimentellen Musik. Bei diversen Performances werden die Grenzen des Hörbaren ausgelotet. Wer sich also gerne im Noise verliert und sich bei Ambient-Soundcollagen gut entspannen kann, sollte sich das ansehen.
Apropos Entspannung. Das Bonobo-Konzert in der Wiener Arena ist ausverkauft. Schon länger. Das war auch zu erwarten. Denn der melodiösen Ambient-Sound des Briten kommt sehr gut an – zu Hause auf der Couch mit der Jogginghose. Oder unterwegs. Beim Autofahren. Wer keine Karten hat, kann sich entweder dort noch welche am Schwarzmarkt kaufen. Oder gleich zur „offiziellen“ Bonobo-Aftershow-Party ins Titanic gehen. Dort wird Bonobos Support-Act fLako nach seinem Auftritt vorbeischauen. Er nennt sich selbst mehr Soul-Dokumentalist und bezeichnet sein Schaffen als Melange aus Stilrichtungen. Live-Unterstützung findet der Londoner Produzent bei The Clonious von Affine Records und Step Forward-Resident Dandy.
Gewinnspiel: Wir verlosen dafür 2x2 Plätze auf der Gästeliste. Eine eMail mit dem Betreff „Bono“ an kult(at)kurier.at genügt. Die Gewinner werden per eMail verständigt.
Im Möbeldepot im 23. Wiener Gemeinde Bezirk gibt es noch bis Samstag (16 Uhr) einen Vintage-Flohmarkt. Bargeld mitnehmen nicht vergessen.
Berge und Bäume. Klare Seen mit schönem Schilfgürtel, Fischen und Vögeln. "Jeder Nationalpark hat etwas Eigenes", sagt Florian Tanzer, VJ beim erfolgreichen Duo Luma.Launisch, dass sich den heimischen Nationalparks gewidmet hat. Entstanden ist daraus der Imagefilm "Sounds Like Nature“ - ein surreales Kunstwerk bildlicher und klanglicher Eindrücke aus den Nationalparks. Präsentiert und gefeiert wird das am Donnerstagabend im Dschungel Café - mit DJ Ken Hayawaka und Konea Ra. Anmeldung vie eMail an diana.gregor(at)umweltdachverband.at erwünscht.
In der Grellen Forelle startet die Meuterei in den Herbst - mit Blawan. Der junge Brite kombiniert 90er Jahre House, Techno mit Acid-Getöse und vielen Störeffekten zwischen der knallhart pumpenden Bassline. Das ist natürlich ein „heißer Scheiß“, den die Hipster-Szene hierzulande auch mit Applaus begrüßt. Am Freitag dann in der Forelle.
Der Bubble Club beendet ebenfalls seine Sommerpause und kehrt in die Heimstätte dem Morisson Club zurück. Zur ersten Sause wird der heimische Soundtüftler Toju Kae geladen, der soeben sein Debütalbum "Villa/11 Rooms" veröffentlicht hat. Auf diesem vermengen sich Melodie und Rhythmus, Licht und Schatten, Melancholie und eine sich einnehmende Glückseligkeit. Dabei bewegt sich Toju Kae zwischen Downbeat, Trap, Chill-Out und House. Live am Freitag beim Bubble Club.
Beim e-nix in der Pratsersauna steht mit Eclair Fifi ein hübsches wie talentiertes Mädchen an den Reglern. Sie hat auf dem Radio Sender BBC Radio 1 eine eigene Sendung, darf dort neue Musik, Entdeckungen dem Hörer präsentieren. Am Freitag kommt sie nach Wien und wird im Club ihre Lieblingsplatten auflegen. Der musikalische Blumenstrauß, den sie den Gästen überreichen wird, ist sehr vielfältig.
Das Morisson feiert dieses Wochenende seinen vierten Geburtstag. Man blickt auf gute wie schlechte Zeiten zurück, erinnert sich an Nächte, in denen man im durchschwitzen T-Shirt die Zeit vergessen hat, dann aber vom legendären Türsteher Andi erinnert wurde, das man nach Hause gehen soll. Wie es mit dem Club weitergeht, steht in den Sternen – es gibt ein Anreinerproblem. Wir hoffen das Beste und wünschen uns noch viele schöne Stunden in den engen Räumlichkeiten am Naschmarkt. Gefeiert wird mit alten Bekannten, Freunden und Fans. An den Plattentellern: Colt aus Gold, Flowjob und Rusty Hoofnail.
Menschen, die schon mal beim Sonar in Barcelona waren und das Glück hatten, eine Einladung für die Rooftop-Party des Berliner Labels Mobilee zu bekommen, wissen ungefähr, was sie am Samstag so erwarten wird - wobei Wien nicht Barcelona und das Wetter alles andere als Bikini-freundlich ist. Egal. Auf der Dachterrasse des Wiener Hochhaus Tech Gate Vienna wird eine Mobilee Rooftop Party stattfinden. Start ist um 13.00 Uhr. Karten gibt es „offiziell“ keine mehr. Hinter dem Mixer steht die Mobilee-Crew: Re.You, And. Id und Ralf Kollmann. Als Special Guest wird Patrick Kunkel von Cocoon angeführt.
Für alle, die keine Karten für die Mobilee Rooftop Session ergattern konnten gibt es die Club Session im Anschluss. In der außergewöhnlichen Locations, der Klimazentrale des Vienna Austria Center, wird es dann bis in die frühen Morgenstunden ordentlich scheppern. Gewinnspiel: Wir verlosen dafür 2x2 Plätze auf der Gästeliste. Eine eMail mit „Mobil“ an kult(at) genügt. Die Gewinner werden per eMail verständigt.
Bei der Praterei kann man sich erneut zu den Platten von Medlar vom britischen House Label "Wolf Music" bewegen. Der Brite war ja schon mal bei der Praterei zu Gast. Da er im Oktober sein Debütalbum veröffentlichen wird, hat man ihn wieder geholt. Gut so.
Im Leopold heißt es diesen Samstag wieder Bande À Part. Als Gäste wurden dieses Mal Purple Velvet verpflichtet. Die aus UK stammende Formation hat sich in kürzester Zeit mit herrlich deepen, jazzigen und verspielten Releases auf den Labels Local oder Dirt Crew einen Namen gemacht. Am Samstag sind sie zum ersten Mal in Wien. Finalisiert wird das musikalische Programm von Motsa ("Sleepless Nights") und den schönen wie guten Residents.
Gewinnspiel: Wir verlosen fürs Bande À Part im Leopold 2x2 Plätze auf der Gästeliste. Eine eMail mit dem Betreff "Poldi" an kult(at)kurier.at genügt. Die Gewinner werden per eMail verständigt.
Frischer Fisch wird am Samstag in der Grellen Forelle von zwei Holländern serviert. Ivano Tetelepta und Roger Gerressen werden ihre Version von Techno durch die Anlage jagen. Ach ja, Frauen zahlen keinen Eintritt.
Europas größte Sneaker Convention macht diesen Sonntag bereits zum fünften Mal in Wien halt. In der ehemaligen Ankerbrotfabrik in Favoriten werden wieder zahlreiche Turnschuhe über den Ladentisch gehen. Wer keine neuen Latschen braucht, der kann sich anderweitig amüsieren. Los geht die Sneakerness um 11 Uhr. Eintritt ist 5 Euro.
Auch die Guerilla Bakery ist aus der Sommerpause zurück. Diesen Sonntag werden beim Feinkoch in der Theobaldgasse (Mariahilf) die Köstlichkeiten gegen Bares verkauft. Wer zu lange wartet, wird leer ausgehen und traurig, da unterzuckert nach Hause gehen.
Im Chelsea wird der heimische Musiker Clemens Engert alias Alien Hand Syndrome das neue Album präsentieren. Mit dabei ist seine neu zusammengestellte Begleitband.
Im Wiener Konzerthaus gibt es eine musikalische Ringelspielfahrt durch das Leben. Wiener Lieder und Geschichten werden neu interpretiert – von Gastgeberin Valerie und vielen wunderbaren Gästen, darunter die tollen Gebrüder Marx. Die Veranstaltung wird unter dem Titel Wiener Salettl über die Bühne gehen. Diese wurde im Sommer 2012 als Plattform zur Wiederentdeckung der Wiener Lieder ins Leben gerufen. Tolle Sache. Und deshalb verlosen wir auch 2x2 Karten. Eine eMail mit dem Betreff "Lied" an kult(at)kurier.at genügt.