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Saint Laurent & Co: Wie die Trendbrille für diesen Sommer aussieht

Große Gestelle, farbige Gläser und Neunziger-Nostalgie: Die Sonnenbrille wird zum wichtigsten Accessoire des Sommers.
Bella Hadid bei Saint Laurent mit der Unisex-Trendbrille „Howl 902“, 410 Euro.

Die Richtung für den Sommer 2026 gibt ausgerechnet eine Sonnenbrille vor, die aussieht, als hätte sie bereits mehrere Jahrzehnte Modegeschichte hinter sich.

Die „Howl 902“ von Saint Laurent sitzt groß im Gesicht, mit markantem Rahmen in erdigen Tönen. Sie ist derzeit jene Brille, die auf den Nasen von Models, Influencern und Modeinsidern am häufigsten auftaucht – und damit die Form vorgibt, der viele Labels folgen werden.

Sonnenbrille Howl

Sonnenbrille Howl 902 von Saint Laurent

Nach Jahren schmaler Matrix-Brillen darf es wieder auffälliger sein. Die Gestelle werden größer, die Silhouetten extravaganter, die Gläser heller. 

Rauchiges Braun, Cognac, Gelb oder Rosé ersetzen tiefes Schwarz. Die Sonnenbrille soll nicht mehr nur schützen, sondern das Gesicht rahmen wie ein Accessoire.

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Durch die rosa Brille von Chloé: Die Aviator Gayia mit Schildblatt-Fassung, 
360 Euro.

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Jacques Marie Mage gilt als Luxusanbieter, Modell: Louise 
Londres, 990 Euro.

Braune große Sonnebrille mit graunen Gläsern

Antibes von Silhouette, 310 Euro

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Fast alle Exemplare von Victoria Beckham sind in Übergröße: Hier in Grün, 
334 Euro.

Wie ein Visier

Auch Gucci setzt auf maximale Wirkung. Besonders offensiv bewirbt das italienische Luxushaus derzeit die GG2271S, eine futuristische Maskenbrille, die sich wie ein Visier über das Gesicht legt. 

Zu sehen war sie bereits bei Kim Kardashian und Demi Moore, die auf dem roten Teppich in Cannes damit vor die Fotografen trat. Die Inspiration stammt aus den späten Neunzigerjahren, wie Chefdesigner Demna kundtut – und die sind nicht unbedingt als das stilvollste Modejahrzehnt bekannt.

The 79th Cannes Film Festival - Screening of the film "Fjord" in competition - Red Carpet Arrivals

Demi Moore in Cannes mit der Gucci GG2271S.

Gucci designer Demna presents collection at Times Square in New York

Und Kim Kardashian in New York bei der Gucci-Show mit der gleichen Brille: Die GG2271S wird eifrig beworben, 440 Euro.

Tom Ford war Vorreiter

Große Gestelle finden sich auch in den neuen Kollektionen von Victoria Beckham. Die Designerin setzt auf kantige, klobige Fassungen, die Selbstbewusstsein ausstrahlen sollen.

Den Weg für die Oversize-Brillen ebnete aber Tom Ford. Seine markanten Aviator-Modelle mit dem Namen Bronson avancierten 2024 zum Erkennungszeichen eingefleischter Fashionistas und waren auf den Straßen von Wien bis Paris und auf Social Media zu sehen.

Trendlabels

Wer sich nicht hinter einem XXL-Rahmen verstecken will, dem bleiben auch die schmalen Retro-Brillen, die an die Nullerjahre erinnern und seit einigen Jahren boomen. 

Ovale Formen und schmale Rechtecke dominieren hier. Auch zu haben bei Jimmy Fairly aus Paris oder Lexxola aus London. Die Labels haben sich mit trendigen, aber erschwinglichen Fassungen einen Namen gemacht.

Casablanca - Runway - Paris Fashion Week Womenswear S/S 2026

Ovale Retro-Brille auf dem Runway von Casablanca.

3.Paradis - Runway - Paris Fashion Week Menswear Spring/Summer 2026

In Weiß: Rechteckig und markant von 3. Paradis.

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Gelbe Brille mit klobigem Rahmen von Trendlabel Lexxola: Carmen, 180 Euro.

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Kleinere Formen wie aus den Nullerjahren bleiben angesagt: Jimmy Fairly Paris, 135 Euro.

Am anderen Ende der Preisskala steht Jacques Marie Mage. Dort beginnt eine Sonnenbrille bei knapp 1.000 Euro. Die Modelle werden in kleinen Auflagen in Japan und Italien gefertigt. Stars wie Harry Styles sind Stammkunden.

In Zeiten, in denen Luxus wieder stärker über Handwerk definiert wird, trifft das Label den Nerv der Zeit. Auch das Familien-Unternehmen Silhouette liefert reine Handarbeit aus Österreich. Eine echte Seltenheit in der globalisierten Brillenindustrie. Denn selbst Luxushäuser lassen oft in China herstellen.

 Fassungen, Bügel oder Metallteile werden häufig in Asien gefertigt und die Endmontage erfolgt in Italien. Das reicht, um das Gütesiegel „Made in Italy“ zu erhalten und auf den Brillenbügel drucken zu lassen.

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