Gewohnheittiere sollen ihren Biorhythmus schrittweise an die Winterzeit anpassen.

© APA/dpa/Marius Becker

Biorhythmus
10/22/2014

Wie Tiere den Mini-Jetlag "überleben"

Auch an Haus-, Nutz- und Wildtiere geht die Zeitumstellung nicht spurlos vorüber.

Wenn am 26. Oktober die Uhren um eine Stunde zurückgedreht werden, müssen auch Menschen und Tiere anders ticken. Die Umstellung geht an Haustieren, Nutztieren und Wildtieren nicht spurlos vorüber.

Heimtiere: VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Hunde und Katzen durch den abgeänderten Rhythmus irritiert sein können. Die Tierschutzorganisation empfiehlt Haltern, ihre Vierbeiner nicht abrupt, sondern schrittweise an die Winterzeit zu gewöhnen. Kampagnenmitarbeiterin Irina Fronescu rät, schon dieser Tage mit der Umgewöhnung zu beginnen und die festen Essens-, Schlafens- und Gassigehtermine jeweils um etwa zehn bis 15 Minuten zu verzögern: „Dadurch fällt Hunden und Katzen die Umstellung auf den neuen Rhythmus leichter, sie können sich besser anpassen.“

Nutztiere: Auch Tiere im Stall sind Gewohnheitstiere. Gerade Milchkühe, die nach striktem Zeitplan gemolken werden müssen, können unter dem Mini-Jetlag leiden. Landwirte mit sensiblen Nutztieren passen die Melkzeiten stufenweise an den neuen Stundenplan an.

Wildtiere: Tiere in freier Natur folgen ihrem Biorhythmus – unabhängig vom Ticken der Uhr. Nach jeder Zeitumstellung steigt die Gefahr von Wildunfällen. Rehe, Hirsche und Wildschein sind zum Schutz vor Fressfeinden in der Dämmerung aktiv. Außerdem wandern im Herbst viele Tiere, die den Großteil des Sommers auf Feldern verbracht haben, in den Wald zurück. „Einprogrammiert ist bei den Tieren leider nicht der Berufsverkehr und der fällt durch die Zeitumstellung von einem Tag auf den anderen in die Dämmerung. Wo es gestern noch sicher war, die Straße zu queren, sind heute ganz, ganz viele Autos unterwegs“, sagt der Biologe Torsten Reinwald vom Deutschen Jagdverband und erklärt: „Das führt zu mehr Kollisionen im Oktober und November.“ Reduzierte Geschwindigkeit an der Wald-Feld-Kante und entlang von unübersichtlichen Feldern ist jetzt genau so wichtig wie vorausschauende Fahrt.

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