Yahoo verklagt Facebook

dapdIn this Jan. 4, 2012 photo, the Yahoo company logo is displayed at their headquarters in Sunnyvale, Calif. Yahoo Inc., reports quarterly financial earnings Tuesday, Jan. 24, 2012, after the market close.(Foto:Paul Sakuma/AP/dapd)
Foto: ap

Social Network soll zehn Patente verletzt haben. Vor dem Börsengang häufen sich Patent-Streitigkeiten.

Der Internet-Pionier Yahoo hat eine Patentklage gegen das soziale Netzwerk Facebook eingereicht. Wie aus Gerichtsunterlagen vom Montag hervorgeht, wirft Yahoo dem an die Börse strebenden Netzwerk Verletzung von Patenten in zehn Fällen vor. "Facebooks komplettes Modell des sozialen Netzwerks ... basiert auf Yahoos patentierter Technologie", schreiben die Yahoo-Anwälte in der Klageschrift. Über Jahre sei Facebook "schwarz gefahren". Jetzt verlangt Yahoo einen nicht näher bezifferten Schadenersatz.

"Viele der Technologien, auf denen Facebook fußt, wurden zuerst von Yahoo entwickelt", erklärte Yahoo und führte in der Klageschrift grundlegende Funktionen wie das Verschicken von Nachrichten, die Anzeige von Neuigkeiten oder die Kommentierung auf. Nach Ansicht von Yahoo hat Facebook auch bei den überlebenswichtigen Werbeanzeigen abgekupfert. Die Klage wurde im kalifornischen San Jose eingereicht. Der Patent-Streit zwischen Technologiefirmen weitet sich damit auf die sozialen Netzwerke aus. Facebook wollte sich zunächst nicht zu dem Rechtstreit äußern.

IPO

Yahoo reichte die Klage ein, kurz nachdem Facebook seinen Milliarden-Börsengang angekündigt hatte. Auch andere soziale Netzwerke, die bereits den Sprung aufs Parkett gewagt haben, stellten Experten zufolge kurz vor dem IPO (initial public offering) eine Zunahme der Patentstreitigkeiten fest. Dabei scheinen die Kläger davon auszugehen, dass sich die Börsenaspiranten dann schneller auf einen Vergleich einlassen, weil sie die Angelegenheit aus der Welt haben wollen.

Klagen überall

Aktuell überziehen sich weltweit Tech-Konzerne mit Patentklagen. Dabei geht es bisher meist um Technologien, die in Smartphones und Tablets genutzt werden. Vor den Gericht stehen unter anderem Apple, Microsoft und Motorola.

(rts,dpa) Erstellt am
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