Leben
03.01.2018

Wie ein Mann mit nur einer Frage seine Ehe rettete

Jahrelang hatten Buchautor Richard Paul Evans und seine Frau mit Ehekonflikten zu kämpfen. Eine einfache Frage löste all ihre Probleme.

Wann haben Sie Ihren Partner zum letzten Mal gefragt, wie Sie seinen Tag besser machen können? Die Frage wirkt banal, der US-amerikanische Schriftsteller Richard Paul Evans schwört aber auf sie. Nachdem er und seine Frau Keri über Jahre hinweg Paarkonflikte austrugen, begannen sie sich täglich diese eine Frage zu stellen – und siehe da: die Beziehung profitierte.

"Der Satz, der meine Ehe rettete"

Kürzlich veröffentlichte Evans einen Blogbeitrag über jenen Satz, der "seine Ehe gerettet" hat. Das Paar, das im US-Bundesstaat Utah lebt, gab sich im Alter von 21 Jahren das Ja-Wort. Damals hatten sie unrealistische Vorstellungen und Erwartungen an der Liebe, schreibt Evans. Schon bald wurden Machtspiele und Streit Teil ihres Alltags, mit der Zeit blieb der gegenseitige Respekt auf der Strecke. "Ich liebte sie, ich wusste, dass ich sie liebte, sie liebte mich", erinnert sich Evans im Interview mit NBC. "Wir haben nur nicht gewusst, wie wir es schaffen, dass es funktioniert."

Als Evans eines Tages unter der Dusche stand, hatte er eine Eingebung: Er könne seine Frau nicht ändern, aber er könne sich selbst ändern. Am nächsten Tag stellte er seiner Gattin die einfache Frage: "Wie kann ich deinen Tag heute besser machen?". Ihre Antwort: "Räum die Garage auf." Evans kam ihrer Bitte nach, obwohl es anstrengend war und er einen stressigen Tag vor sich hatte. Auch am nächsten Tag bat er seine Frau ihm zu sagen, wie er ihr den Tag verschönern könne. An diesen Morgen war sie wunschlos, doch Evans hörte nicht auf nach ihren Bedürfnissen zu fragen. Nach zwei Wochen machte es bei seiner Liebsten Klick: "Ich sollte dich das fragen", entgegnete sie eines Morgens mit Gewissensbissen. Seither gehört die Frage zum täglichen Ritual des Paares. Das hat ihre Beziehung "total verbessert", wie Evans erklärt.

Bei dieser Form der Beziehungsarbeit wesentlich: "Man muss es ernst meinen", betont Evans. Es gehe nicht um Manipulation – "man sagt 'Okay, ich setze mich dem aus'". Man müsse gewillt sein, es durchzuziehen, sonst werde der Partner einem niemals vertrauen. Als seine Frau realisierte, dass er die Frage ernst meinte und wirklich bereit war, Dinge nur für sie zu tun, habe sie erkannt, dass er wirkliches Interesse daran hatte, die gemeinsame Ehe zu retten.

"Viele Menschen sind viel zu stark darauf konzentriert, was der Partner für sie tun sollte, dabei sollten sie sich darauf konzertieren, was sie für ihren Partner tun können", legt Evans den Menschen nahe.

Was der Liebe gut tut

Auch die Wissenschaft ist der Frage, wie gute Taten Liebesbeziehungen beeinflussen, nachgegangen. Dem Partner etwas Gutes zu tun, steigert einer Studie zufolge das eigene emotionale Wohlbefinden – auch dann, wenn der oder die Liebste gar nichts von der guten Tat bemerkt (mehr dazu hier). Außerdem ergab 2016 eine Studie, dass selbstlose Menschen mehr Sex haben (mehr dazu hier).