Leben
25.08.2017

Was österreichische Paare glücklich macht

Ähnlichkeiten in gewissen Bereich sind für das Beziehungsglück essenziell, geht aus einer Studie hervor.

Die positive Nachricht vorweg: 87 Prozent der Österreicher befinden sich laut eigenen Angaben in einer glücklichen Beziehung. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Studie der Online-Partneragentur Parship hervor. Sieben von zehn Österreichern haben demnach einen Partner, die meisten glücklichen Paare leben in Salzburg, nämlich 71 Prozent.

In der Studie wurde hinterfragt, was diese Paare so glücklich macht. Das Ergebnis könnte man mit dem Grundsatz "Gleich und gleich gesellt sich gern" zusammenfassen, erklärt Parship-Psychologin Caroline Erb. „Wir wissen aus der Paarforschung, dass für eine dauerhaft harmonische Partnerschaft bestimmte Charaktereigenschaften, Verhaltensweisen und Gewohnheiten - also Persönlichkeitsmerkmale - entscheidend sind.“ Den größten Einfluss hat demnach eine Ähnlichkeit im Wunsch nach Nähe, gefolgt von vergleichbaren Werten und Einstellungen. „So viele Gemeinsamkeiten wie möglich, so wenig Unterschiede wie nötig“, so die Psychologin. In puncto Durchsetzungskraft seien Unterschiede beispielsweise wünschenswert. Alter, Familienstand und Wohnform spielen einer Meinungsumfrage zufolge für das partnerschaftliche Glück dabei keine Rolle.

Umgang mit Stress

Stress im Alltag sei laut gängigen Paartheorien ebenfalls ein wesentlicher Einflussfaktor für die Stabilität einer Partnerschaft. Ausreichend Zeit für Besorgungen, Hobbys und Freunde sowie eine gute Arbeitsteilung mit dem Partner in Sachen Haushalt und Kinder könne Alltagsstress erfolgreich verhindern helfen, betonte Erb. „Entscheidend ist dabei nicht, wie häufig Stress im Leben eines Paares auftritt, sondern wie das Paar damit umgeht.“

Laut der Parship-Umfrage steigert der Austausch von Zärtlichkeiten als fixer Bestandteil des Alltags das Glücksempfinden einer Beziehung: Die Salzburger küssen sich mit 72 Prozent (Österreichdurchschnitt 64 Prozent) am häufigsten zur Begrüßung und/oder Verabschiedung auf den Mund. 47 Prozent der steirischen Pärchen haben regelmäßige Auseinandersetzungen und diskutieren somit am häufigsten. Aber auch in zufriedenen Beziehungen gibt es Eigenschaften am Partner, die als störend empfunden werden. In erster Linie gilt das für Unordnung, gefolgt von Schnarchen und übermäßigem Handy-Gebrauch.

Streiten sei aber grundsätzlich völlig in Ordnung - so lange konstruktiv gestritten wird, denn dann können laut der Studie Krisen gemeinsam gemeistert werden. „Jeder geht sich mal aus dem Weg, aber am Ende kommt es darauf an, dass man sich wieder versöhnen kann“, sagte Erb.