Verhängnisvolle Konstellation? Nein, sagen Studien. Das größte wissenschaftliche Risiko ist demnach eine schlaflose Nacht

© Deutsch Gerhard

Ausnahmetag
06/13/2014

Vollmond und Freitag, der 13. – das kommt nur sehr selten vor

Von wegen "Unglückstag": Am 13. passieren nicht mehr Unfälle als am 12., zeigen Studien – der Vollmond könnte in der Nacht für unruhigen Schlaf sorgen.

Es ist kein guter Tag für Abergläubische. Als wäre Freitag, der 13., nicht schon genug Nervenkitzel, fällt dieser heute auch noch mit dem Vollmond zusammen. Ein vermeintlicher Unglückstag und eine Mondphase mit schlechtem Ruf – diese Kombination gibt es nicht oft.

Zwischen 1950 und 2000 fiel der Freitag fünf Mal auf einen 13. und gleichzeitig auf jenen Zeitpunkt, wo Sonne und Mond von der Erde aus gesehen in entgegengesetzte Richtungen stehen. Das letzte Mal kam das im Jahr 2000 vor, das nächste Mal wird erst in 35 Jahren stattfinden.

Vor allem abergläubische Autofahrer überlegen heute wohl, zu Fuß zu gehen. Bis dato gibt es aber keine wissenschaftlichen Beweise, dass tatsächlich mehr passiert als an anderen Tagen – im Gegenteil. In einer 2011 veröffentlichten Studie hat der deutsche Automobilclub ADAC nachgewiesen, dass an den Freitagen des Jahres 2009, die auf den 13. eines Monats fielen, sogar weniger Verkehrsunfälle passierten als an anderen Tagen.

Dass es an Freitagen trotzdem im Durchschnitt zu mehr Autounfällen kommt als an den sechs anderen Tagen, hat laut ÖAMTC mit dem erhöhten Verkehrsaufkommen vor dem Wochenende zu tun. Dagegen helfe kein Glücksklee, sondern eine Extra-Portion Aufmerksamkeit.

Zufall

Wenn sich dennoch Katastrophen ereignen – wie die Havarie der Costa Concordia am Freitag, dem 13. Jänner 2012 –, ist das also Zufall. Schließlich gelten in anderen Kulturkreisen andere Daten als unheilbringend. Sowohl der Freitag als Todestag Jesu als auch die 13 als Unglückszahl stammen aus christlicher Tradition.

Ist der Tag erst überstanden, kommt die Nacht – und die könnte durchaus unruhig werden. Das behaupten Schweizer Wissenschaftler in einer 2013 erschienen Studie. Ihre Versuchspersonen brauchten bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger, um einzuschlafen. Außerdem schliefen sie pro Nacht insgesamt 20 Minuten weniger und beurteilten die Qualität ihres Schlafs schlechter.

Keinen Grund zur Sorge gibt es hingegen bei Operationen. Forscher des Universitätsklinikums Jena stellten fest, dass Schmerzen nach medizinischen Eingriffen nicht von der Mondphase beeinflusst werden.

Schmerzfrei, aber unausgeschlafen – klingt, als wäre Samstag, der 14., das eigentliche Problem.

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