Leben
30.03.2017

"Tinder für Eliten" kommt nach Europa

Eine Dating-App für zukünftige "Power Couples" setzt zum Sprung nach Europa an.

The League gilt in den Mega-Citys der USA (New York, Los Angeles, San Francisco, Washington DC, Chicago und Boston) als " Tinder für Eliten". Die Betreiber wollen noch 2017 in zehn europäischen Städten aktiv werden. Die erste davon ist London, wo die App ab Ende April verwendet werden kann.

Das Prinzip dahinter ist genaue Auswahl und Kontrolle, wer sich auf der Site registrieren kann. Die Anwärter werden beispielsweise auf ihre Ausbildung und ihren beruflichen Background gescreent. In London sollen nur zwischen 2000 und 10.000 die Services nützen können.

Die Betreiber wollen sogar eine Lösung für das beliebte "Ghosting" gefunden haben. Damit ist gemeint, sich einfach nicht mehr zu melden. Eine automatische Lesebestätigung für auf Antwort Wartende soll die "Ghoster" aufdecken und sie zu einer Antwort bewegen, wenn sie ein "Match" beenden wollen.

Apps wie Sand am Meer

The League ist nicht die erste App, die das Tinder-Prinzip aufgreift und adaptiert. Die Dating-App Bumble, die von einer ehemaligen Tinder-Mitarbeiterin gegründet wurde, will Frauen darin fördern, in eine aktive Rolle beim Daten zu schlüpfen. Die Macher der Bumble haben mit Peanut auch eine Plattform für einsame Mütter geschaffen.

Hater bringt Menschen zusammen, die dieselben Dinge verabscheuen. 3nder bringt die ménage à trois ins App-Zeitalter. Bei Whispar steht nicht das Bild im Vordergrund, sondern die Stimme - und die App Once versteht sich als Gegenprogramm zu Tinder.

Tinder-Experte im Interview

Doch was ist eigentlich das Geheimnis der hohen Kunst des Tinderns? Was man bei der Kontakaufnahme beachten sollte, wann man nach dem ersten Date fragen sollte und warum sich Männer beim Flirten oft so schwer tun, verrät Tinder-Experte und Buchautor Boris Ziefle im Interview mit dem KURIER.